Stirbt der Binnenmarkt für Arbeitnehmer? - Entsenderegelungen auf dem Prüfstand

Leitung:
Peter Clever (Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA))

Inhalt:
Ein ungehinderter Dienstleistungsverkehr im Binnenmarkt ist für Unternehmen von herausragender Bedeutung: Deutschland gehört zu den Ländern in der EU mit den meisten Entsendungen sowohl aus EU-Ländern ins Inland, als auch aus Deutschland in andere EU-Länder. 440.000 Personen wurden 2016 zur Erbringung von Dienstleistungen aus anderen EU-Mitgliedstaaten nach Deutschland entsandt. Den umgekehrten Weg gingen 260.000 Beschäftigte aus Deutschland. Die „Spielregeln“ für solch massiven Austausch werden durch die Richtlinie 96/71/EG über die Entsendung von Arbeitnehmern im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen festgelegt, die im Jahr 2014 durch die „Durchsetzungsrichtlinie“ 2014/67/EU ergänzt und im Jahr 2018 durch die Richtlinie 2018/957/EU geändert wurde.

Die trotz der scharfen Kritik und dezidierten Ablehnung durch die Arbeitgeber in ganz Europa aufgrund eines politischen „Deals“ beschlossene Änderung der Entsende-Richtlinie geht mit vielen bürokratischen Hürden und Rechtsunsicherheiten für die Unternehmen einher. Die künftig geltende Entsende-Richtlinie wird sowohl die Erbringung von grenzüberschreitenden Dienstleistungen, als auch die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der Europäischen Union massiv behindern. Insgesamt wird sie zur Schwächung des europäischen Binnenmarkts führen, weil nicht fairer europäischer Freihandel, sondern nationaler Protektionismus politisch Pate stand. Die neue Entsende-Richtlinie muss bis zum 30. Juli 2020 in nationales Recht umgesetzt werden.

Wir werden die Grundphilosophie des neuen EU Rechts vorerst nicht mehr ändern können, müssen aber umso mehr Spielräume dieses Rechts zur Schadensbegrenzung offensiv nutzen. Deshalb bietet das Seminar Gelegenheit, Informationen aus erster Hand über den Stand der Umsetzung in Deutschland und in den wichtigsten Einsatzländern deutscher Unternehmen zu erhalten und uns über geeignete Lösungsansätze für eine möglichst flexible Ausgestaltung der nationalen Entsenderegelungen mit Kennern der komplexen Themen aus Unternehmen, Politik und Wissenschaft auszutauschen.“


Programm:
Das Seminarprogramm wird ca. 6 Wochen vor Beginn des Seminars veröffentlicht.

Zeitplan:
Montag:
11:00 Uhr Seminarbeginn
13:00 Uhr Mittagspause
17:30 Uhr Seminarende
18:00 Uhr gemeinsames Abendessen
Dienstag:
09:00 Uhr Seminarbeginn
12:30 Uhr gemeinsames Mittagessen
17:00 Uhr Seminarende
Veranstaltungsort:
Hotel Hilton Berlin, Mohrenstraße 30, 10117 Berlin, Tel. +49 (0)30 20230-0

Übernachtungskosten pro Tag:
EZ: 169,00 €
DZ: 189,00 €

Tagungspauschale pro Tag:
Mo: 78,00 €
Di: 78,00 €

Hinweis: Sämtliche Kosten Ihres Seminaraufenthaltes (Übernachtung sowie Tagungs- und Pausenversorgung) sind ausschließlich an der Rezeption des jeweiligen Hotels vor Ort zu begleichen.

Anmeldungen + Zimmerreservierungen nur über ISWA (siehe Anmeldebogen).

Sämtliche Kosten Ihres Seminaraufenthaltes (Übernachtung sowie Tagungs- und Pausenversorgung) sind ausschließlich an der Rezeption des jeweiligen Hotels vor Ort zu begleichen.

ISWA selber verlangt kein Entgelt für das Seminar.

Die Teilnahme ist nur nach ausdrücklicher Bestätigung durch ISWA möglich. Mit Ihrer Anmeldung und der Teilnahmebestätigung durch ISWA sind Sie dem Hotel gegenüber kostenwirksam verpflichtet.

Da jedes Seminar eine Arbeitseinheit bildet, wird die Teilnahme während der gesamten Zeit erwartet.


Titel
Stirbt der Binnenmarkt für Arbeitnehmer? - Entsenderegelungen auf dem Prüfstand
Termin
18.11.2019 - 19.11.2019
Veranstaltungsort
Hotel Hilton Berlin, Mohrenstraße 30, 10117 Berlin, Tel. +49 (0)30 20230-0
Tagungspauschale
156,00 €

Zimmerreservierung durch ISWA













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