Mai

08

Wechselstimmung

Von Kristian Koll

Im letzten Blog habe ich erzählt, dass man ca. 6 Wochen vor der nächsten Station Bescheid bekommt, wo es hingeht. Kurz danach bekam ich dann aber fast 3 Monate im Voraus die Nachricht, dass ich im Juli zu Nordmetall nach Hamburg versetzt werde. Das ist nicht nur einer der mächtigsten Regionalverbände, sondern er befindet sich auch in einer der begehrtesten Städte Deutschlands.

Für die frühe Zusage war ich daher sehr dankbar, denn die Wohnungssuche in Hamburg gestaltet sich ähnlich schwierig wie in Frankfurt und München. Durch den Zeitvorsprung habe ich jedoch schnell etwas gefunden, wenn auch nur über Makler. Noch musste ich eine Courtage bezahlen, inwiefern sich das dann durch die neue Gesetzeslage ab Juni tatsächlich ändert, bleibt abzuwarten. In jedem Fall kann ich aber alle beruhigen, die Wohnungsbesichtigungen in diesen Städten als Massenveranstaltungen vor Augen haben. Das ist bei möblierten Wohnungen auf Zeit (noch) nicht der Fall. Insofern gestaltet sich der Wechsel relativ unkompliziert. Ob es Hilfe bei der Wohnungssuche gibt, ist von Verband zu Verband verschieden.


Inzwischen habe ich auch die ersten zwei Wochen Urlaub genommen. Das war problemlos möglich, da auch die BDA wünscht, dass man schon im ersten halben Jahr Urlaub nimmt, sodass sich nicht alles in den nachfolgenden Stationen „staut“. Man sollte während einer kurzen Station nicht den kompletten Jahresurlaub nehmen.

Man stimmt sich diesbezüglich mit seiner Einsatzstation ab. Meine nächste Station in Hamburg dauert auf meinen Wunsch hin vier statt drei Monate, dafür „muss“ ich währenddessen auch ein bis zwei Wochen Urlaub nehmen.

Fachlich beschäftige ich mich immer noch hauptsächlich mit Arbeitsrecht und vereinzelt mit Datenschutz- und AGB Recht. Die Anfragen zum Mindestlohn nehmen ganz langsam ab. Das ergab die Gelegenheit, auch mal einen politischen Vermerk zu einem neuen Gesetz zu schreiben. Das ist eine schöne Abwechslung, zumal man diese Art zu schreiben zu keinem Zeitpunkt in der Ausbildung lernt (und auch nicht in der Großkanzlei). Durch die vielen Seminare und der einhergehenden Vernetzung werde ich mittlerweile auch schon mal direkt kontaktiert.

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