14.03.2016

Wann und wo wir morgen arbeiten

"Die Arbeitgeberverbände hingegen fordern mehr Flexibilität von den Beschäftigten. So halten sie die Regelung im Arbeitszeitgesetz für überholt, dass Arbeitnehmern eine tägliche, ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden zusteht. Wenn ein Arbeitnehmer früher Feierabend mache, weil er sein Kind von der Kita abholen wolle und dann abends von zu Hause weiterarbeite, könnten diese Ruhezeiten nicht immer eingehalten werden, schreibt die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) in einem Positionspapier zum Grünbuch. "Hier sollten die gesetzlichen Vorgaben angepasst und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht werden", heißt es weiter. Die Arbeitgeber fordern außerdem eine Wochenhöchstarbeitszeit anstelle einer Tageshöchstarbeitszeit von zehn Stunden. Dies sei deshalb notwendig, weil Arbeitnehmer in Deutschland auch an Telefonkonferenzen mit Kollegen teilnehmen können müssten, die in anderen Zeitzonen wie den USA arbeiten."