30.03.2016

Streit ums Recht auf Ruhe

"Zwei Drittel aller Beschäftigten haben mittlerweile nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) einen digitalisierten Arbeitsplatz. Ihr Präsident Ingo Kramer ist deshalb überzeugt, dass es höchste Zeit für neue Arbeitszeiten ist. "Es sollte zum Beispiel möglich sein, auch einmal über zehn Stunden hinaus zu arbeiten und den Ausgleich hierfür an anderen Tagen zu nehmen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Kramer geht es dabei um das Arbeitszeitgesetz. Es schreibt den Acht-Stunden-Tag vor, lässt aber schon jetzt viele Ausnahmen zu. Der Arbeitgeberpräsident fordert stattdessen, das Arbeitszeitrecht von einer Tageshöchstarbeit auf eine Wochenarbeitszeit umzustellen. "Es geht nicht darum, die Arbeitszeiten pauschal zu verlängern, sondern flexibler auf die Wochentage verteilen zu können",sagt er."