22.11.2016

Arbeitgeberpräsident Kramer: Erwarten bei Rente ein klares Signal für Verlässlichkeit und Generationengerechtigkeit

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zu der angekündigten Koalitionsrunde zur Rentenreform:
Wir erwarten von der Politik eine vernünftige und nachhaltige Rentenpolitik – bitte keine Schnellschüsse und keine teuren Spontananpassungen. Von der Koalitionsrunde muss ein klares Signal der Verlässlichkeit und der Generationengerechtigkeit ausgehen. Dazu zählen wir:

  1. Keine Abkehr von der fairen Aufteilung zwischen den Generationen, die durch die Rente mit 67 erreicht wurde, und Festhalten an den Prinzipien der Rentenreform von 2001. Vielmehr ist eine Debatte über flexible Altersgrenzen statt starrer Vorgaben notwendig.
  2. Innovative Anpassungen bei Riester und Verbesserung der Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung. Hier liegen vernünftige Vorschläge auf dem Tisch, die wir im Grundsatz unterstützen.
  3. Keine weitere Ausweitung der Mütterrente aus Beitragsmitteln. Dies löst kein Problem, sondern schafft neue.
  4. Eine moderate Fortentwicklung der Erwerbsminderungsrente begrüße ich als Arbeitgeber, sie ist gesellschaftspolitisch notwendig.
  5. Zu begrüßen ist der Verzicht auf die sogenannte Lebensleistungsrente. Das war eine kluge Abkehr von einem falschen Konzept.
Wir raten der Politik – nicht unter dem Druck eines Wahltermins – mit den Sozialpartnern in einen Austausch über die langfristige Stabilität der Alterssicherung zu treten. Hierfür kann die nächste Legislatur Chancen für neue Vernunft bieten.

PRESSE - INFORMATION Nr. 052/2016, 22. November 2016

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