31.07.2014

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Ausbildung und Qualifizierung intensivieren

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:
Trotz saisonaler Schwankungen steigt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften kontinuierlich. Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind noch immer rund 162.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Immer mehr Unternehmen suchen für den eigenen Fachkräftenachwuchs händeringend nach motivierten Jugendlichen. Junge Menschen, die auch Alternativen zum Wunschberuf sowie Angebote außerhalb der Heimatregion in Betracht ziehen, haben heute exzellente Chancen auf eine qualifizierte Ausbildung. Wo erforderlich, stehen vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten wie Jugendwohnheime oder Berufsausbildungsbeihilfen zur Verfügung.

Besondere Anstrengungen müssen es benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss erleichtern, eine Ausbildung aufzunehmen und erfolgreich abzuschließen. Wir begrüßen die Initiative des Verwaltungsrats der Bundesagentur für Arbeit „Betriebliche Ausbildung hat Vorfahrt“, die einen Schwerpunkt auf ausbildungsbegleitende Hilfen und assistierte Ausbildung setzt. Um ungelernte junge Erwachsene schrittweise und gezielt zum Berufsabschluss zu führen, können Ausbildungsbausteine ein sinnvoller Weg sein. Hier hält die „Arbeitgeberinitiative Teilqualifizierung“ vielfältige Angebote bereit. Für leistungsstarke Jugendliche sind eine Ausbildung mit Zusatzqualifikation oder duale Studiengänge besonders attraktiv.

Fachkräftesicherung braucht gute und umfassende Bildung. Es muss früh angesetzt werden, um Ausbildungsreife und Berufsorientierung in allen Schulen sicherzustellen. Auch die Gymnasien, die sich mit Anmeldezahlen in den Großstädten von 50 Prozent bis vereinzelt 70 Prozent zur neuen Regelschule entwickelt haben, müssen neben der Studienorientierung ebenfalls eine fundierte Berufsorientierung anbieten. Dies muss auch zentraler Bestandteil einer künftigen „Allianz für Berufsbildung“ sein.

PRESSE - INFORMATION Nr. 050/2014, 31. Juli 2014

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