07.01.2015

Arbeitgeberpräsident Kramer: Flüchtlingen Ausbildung in Deutschland erleichtern

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil und aufnahmefähig. In einigen Branchen und Regionen haben die Unternehmen bereits erhebliche Probleme, offene Stellen für Fachkräfte und Auszubildende zu besetzen. Diese Entwicklung gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und unseren Wohlstand. Wir müssen noch mehr dafür tun, um alle bestehenden Potenziale am Arbeitsmarkt besser zu erschließen.

Vordringlich ist nun, ausbildungsbegleitende Hilfen für alle Jugendlichen, die diese benötigen, zu ermöglichen und auch die assistierte Ausbildung mit ihren Unterstützungsmöglichkeiten für Auszubildende und Betriebe breit anzubieten. Wir müssen außerdem die Voraussetzungen dafür verbessern, dass junge Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Vertreibung nach Deutschland gekommen sind, hier eine Ausbildung aufnehmen und erfolgreich abschließen können.

Viele minderjährige Flüchtlinge sind nicht nur bereit, sondern auch besonders motiviert, eine Ausbildung zu absolvieren. Gerade für sie darf das Asylverfahren keinen Lebensstillstand bedeuten. Ich begrüße den Vorstoß der CSU und appelliere an die Koalitionsfraktionen, einen humanitären Ausbildungsaufenthalt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu schaffen.

Außerdem muss sichergestellt werden, dass alle jugendlichen Asylsuchenden und Geduldeten, die bereits eine Ausbildung begonnen haben, diese auch grundsätzlich abschließen können. Dies ist im Interesse der Jugendlichen und auch für die Planungssicherheit der Ausbildungsbetriebe erforderlich. Die Aufnahme einer Schul- oder Berufsausbildung muss als ein dringender persönlicher Grund für die Aussetzung der Abschiebung gesetzlich verankert werden.

PRESSE - INFORMATION Nr. 001/2015, 7. Januar 2015

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