05.11.2018

Offene, dynamische und inklusive Arbeitsmärkte sowie lebenslanges Lernen fördern

Im Rahmen des B20 Gipfels in Buenos Aires am 4. und 5. Oktober 2018 haben die Präsidenten der B20 ihre Policy Recommendations an die G20 verabschiedet. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsempfehlungen, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen und den Dialog auf internationaler Ebene mit Politik und Zivilgesellschaft zu fördern.
Empfehlungen der Task Force „Beschäftigung und Bildung“

Relevant aus Arbeitgebersicht ist insbesondere das Positionspapier der Taskforce Beschäftigung und Bildung. Darin sprechen sich die B20 im Wesentlichen für folgende Prioritäten aus:

1. Offene, dynamische und inklusive Arbeitsmärkte fördern: Die G20-Mitglieder sollten Unternehmertum und Innovation fördern, indem sie Strategien zur Unterstützung von Unternehmerinnen und Unternehmern entwickeln und umsetzen, unternehmerfreundliche Bedingungen schaffen, unternehmerische Bildung anbieten und Unternehmertum auf dem internationalen Level durch Umsetzung des G20 Action Entrepreneurship Plans und der G20 SMART Innovation Initiative stärken. Weiter sollten die G20-Staaten unterschiedliche Beschäftigungsformen sowie die Beschäftigung von Frauen, jungen Menschen und Menschen mit Behinderung voranbringen. Außerdem sollten sie Maßnahmen zum Abbau des informellen Sektors ergreifen und die Arbeitsmigrationspolitik an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anpassen.

2. Qualifizierung und lebenslanges Lernen für nachhaltiges Wachstum stärken: Die G20-Mitglieder sollten Unterschiede in der Grundbildung beseitigen, um allen künftigen Arbeitskräften eine gleiche Ausgangslage (level-playing field) zu ermöglichen. Weiter sollten sie lebenslanges Lernen in jeder Altersstufe fördern und unterstützen sowie ihre Bildungssysteme verbessern, damit diese den künftigen Bedürfnissen des Arbeitsmarktes gerecht würden. Die G20-Staaten sollten auch neue digitale Lernmodelle und -technologien nutzen, um Lehrtechniken und -umgebungen zu verbessern. Außerdem sollten sie die Nutzung von und den Zugang zu Arbeitsmarktdaten und -informationen optimieren.

B20 überreicht Empfehlungen an G20-Präsidenten

Die B20-Präsidenten haben die gesammelten Empfehlungen aus allen Taskforces im Rahmen des B20 Gipfels vom 4. Und 5. Oktober 2018 in Buenos Aires dem argentinischen Präsidenten und diesjährigen G20-Vorsitzenden Mauricio Macri übergeben. B20 Germany wurde dabei von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer vertreten. In ihren Empfehlungen sprechen sich die B20 für multilaterale Kooperation als Grundlage für beständige Regeln und Standards aus, welche Vorhersagbarkeit für Investitionen sowie wirtschaftliches Wachstum erlauben und somit letztlich die Regierbarkeit stärken. Das Communiqué widmet sich denn auch den drei Hauptthemen „Chancengleichheit und Inklusivität“, „Wachstumsförderung“ sowie „Klimaschutz und nachhaltige Nutzung von Ressourcen“.

Der G20-Gipfel wird vom 30. November bis 1. Dezember 2018 in Buenos Aires stattfinden.


Weitere Informationen zu den Empfehlungen der B20 finden Sie unter http://www.b20argentina.info/

Informationen zum euro info - Text

erstellt von: 

Laura Wyss (l.wyss@arbeitgeber.de)