09.08.2017

Leitfaden „Due Diligence“: OECD legt problematischen Entwurf vor

Die OECD hat einen dritten überarbeiteten Leitfadenentwurf zu "Due Diligence for Responsible Business Conduct" vorgelegt und führt derzeit eine Konsultation mit den Stakeholdern dazu durch. Die BDA sieht beim OECD-Entwurf Verbesserungsbedarf, da über die Setzungen der OECD-Leitsätze an einigen Stellen hinausgegangen wird und den Belangen von kleinen und mittleren Unternehmen nur bedingt Rechnung getragen wird.
Die OECD beabsichtigt mit dem Leitfaden zur Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von "Due Diligence" im Rahmen der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen beizutragen. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass in den OECD-Leitsätzen keine detaillierten Hinweise enthalten sind, wie "Due Diligence" in der Praxis durchgeführt werden soll. Die OECD entwickelt im Leitfadenentwurf das Konzept von „Responsible Business Conduct Due Diligence“ und gibt Hinweise, wie dies umzusetzen ist.

BIAC-Stellungnahme mit konkreten Änderungsvorschlägen

Das Business and Industry Advisory Committee (BIAC) hat in Zusammenarbeit mit der BDA zu dem OECD-Entwurf eine Stellungnahme erarbeitet. Darin wird geltend gemacht, dass im Entwurf über die Setzungen der OECD-Leitsätze hinausgegangen wird und die Komplexität von globalen Lieferketten und die häufig sehr begrenzten Einflussmöglichkeiten von Unternehmen nicht ausreichend anerkannt werden. Die OECD wird die Eingaben der Stakeholder über die Sommerpause auswerten. Der Leitfaden soll im Jahr 2018 verabschiedet werden.

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erstellt von:
Paul Noll (Email: europa@arbeitgeber.de)