„Künstliche Intelligenz“, 3. September 2018



Künstliche Intelligenz (KI) ist auf dem Vormarsch, und sie wird in nicht allzu langer Zeit unser Arbeits- und Alltagsleben prägen. Politik und Unternehmen sind zunehmend gefordert, diese Entwicklung erfolgreich zu gestalten.

Dieses aktuelle Thema stand im Mittelpunkt einer neuen Folge der BDA-Veranstaltungsreihe „Sozialpartner Arbeitgeber im Dialog”, die am 3. September 2018 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin stattfand. Als Dialogpartnerinnen und Dialogpartner hatten sich eingefunden: Nadine Schön MdB, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Holger Bingmann, Mitglied des BDA-Präsidiums, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen und Geschäftsführender Gesellschafter der MELO Group GmbH & Co. KG, sowie Prof. Dr. Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und Professor für Informatik an der Universität Bonn.

Prof. Wrobel machte in seinen Ausführungen deutlich, dass er in der KI eine „Riesenchance” sieht. Deutschland sei nicht das Land der Rohstoffe, sondern das des Branchen-Know-hows. Es gelte die hiesigen Forschungsexzellenzen zu nutzen, damit in Deutschland neue Arbeitsplätze und Wachstum durch KI entstehen. Deutschland könne mit KI eine führende Rolle einnehmen und seine Wettbewerbsposition ausbauen.

Nadine Schön forderte, dass Deutschland nicht im analogen Zeitalter verharren dürfe. Sie richtete den Fokus u. a. auf die Bildungspolitik und warb dafür, den Umgang mit digitalen Systemen und KI „schon sehr früh in die Köpfe der jungen Menschen” zu bringen. Sie sprach sich für regionale Kompetenzzentren aus, die eng mit den Schulen zusammenarbeiten, um sie mit der nötigen Expertise zu unterstützen.

Dr. Holger Bingmann äußerte die Erwartung, dass KI den Unternehmen helfen werde, Produkte besser zu machen. Die Politik müsse aber die Menschen bei dieser Thematik mehr mitnehmen und sie müsse bessere Rahmenbedingungen setzen. Wichtig sei dabei, mehr Menschen als bisher entsprechend auszubilden, und sie an die KI heranzuführen.

BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter, der die Diskussion moderierte, betonte, dass die Möglichkeiten der KI eine große Chance für gute Arbeit in Deutschland bieten würden. Es komme darauf an, KI schnell, entschlossen, aber auch verantwortungsvoll zu gestalten. Dann werde KI zu einem „Knaller” für Deutschland.

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