09.08.2017

Internationale Arbeitskonferenz 2017: Arbeitgeber setzen wichtigen Impuls beim Thema Arbeitsmigration

Die diesjährige Internationale Arbeitskonferenz fand im Juni 2017 in Genf statt. An der Internationalen Arbeitskonferenz nahmen fast 6.000 Delegierte von Regierungen, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften aus 187 ILO-Mitgliedstaaten teil. Die Arbeitgeber konnten wichtige Impulse beim Thema Arbeitsmigration setzen.
Die diesjährige allgemeine Aussprache befasste sich mit dem Thema Arbeitsmigration. Zudem sollten die Delegierten den Beitrag der ILO zum „Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration“ definieren, der nächstes Jahr erstmalig verabschiedet werden soll. Im Mittelpunkt der Diskussion standen hierbei die Trends hinsichtlich globaler und regionaler Arbeitsmigration, sowie die konkreten Herausforderungen bei der Steuerung von Arbeitsmigration, sowie das Thema der Anwerbung bei Arbeitsmigration, insbesondere unter Beachtung der ILO-Grundsätze und Leitlinien für faire Anwerbung.

Pragmatische Schlussfolgerungen statt „rights-based-approach“

Die Arbeitgeber konnten in den verabschiedeten Schlussfolgerungen wichtige Impulse setzen: Zunächst ist die Anerkennung von zeitlich begrenzter Arbeitsmigration sowohl als Mittel gegen Fachkräftemangel im Aufnahmeland, sowie mittelbaren positiven Auswirkungen von Arbeitsmigration auf den Arbeitsmarkt des Herkunftslandes enthalten. Durch die ausdrückliche Feststellung, dass die ILO bereits über umfangreiche Werkzeuge und Mittel verfügt, um die Steuerung von Arbeitsmigration zu unterstützen, konnte sichergestellt werden, dass die ILO den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Bewerbung und den konkreten Einsatz der bestehenden Werkzeuge und Mittel legen muss, und die Entwicklung neuer Werkzeuge oder gar neuer Übereinkommen in diesem Bereich nicht notwendig ist. Zudem wurde die Entwicklung eines Programms hinsichtlich beruflicher Qualifikationen und zur Anerkennung von solchen Qualifikationen veranlasst, um die globale Mobilität von gut ausgebildeten Arbeitskräften zu unterstützen und zu erleichtern.

Verwaltung der Internationalen Arbeitsorganisation ist nun am Zug

Die ILO-Verwaltung wird dem Verwaltungsrat im November 2017 Vorschläge unterbreiten, wie die verabschiedeten Schlussfolgerungen der Erklärung konkret im Rahmen eines Aktionsplans umgesetzt werden sollen. Der dreigliedrige Verwaltungsrat wird bei der nächsten Verwaltungsratssitzung die Vorschläge beraten und gegebenenfalls verabschieden.

Informationen zum euro info - Text

erstellt von:
Michael Stiefel (m.stiefel@arbeitgeber.de)
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