26.09.2019

FUTUREwork 2019 – Ein Festival zur Zukunft der Arbeit

Über 1000 Gäste, Nummer 1 auf Twitter und die Arbeit der Zukunft einen Tag lang zum Anfassen: Am 23. September feierten BDA und Microsoft Deutschland mit der #futurework19 das größte Festival zur Zukunft der Arbeit in Berlin.
Am 23. September veranstalteten BDA und Microsoft Deutschland mit der #futurework19 das größte Festival zur Zukunft der Arbeit in Berlin. Auf drei Bühnen diskutierten rund 40 hochkarätige Speaker aus Unternehmen, Start-Ups, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft einen ganzen Tag lang über Themen wie New Leadership, Digital Skills oder die Chancen der Mensch-Maschine-Kollaboration.

BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter und Sabine Bendiek, Chefin von Microsoft Deutschland, stimmten die Besucherinnen und Besucher im vollbesetzten Gasometer des EUREF-Campus auf einen ereignisreichen Tag ein. „Im digitalen Wandel steht der Mensch mehr denn je im Mittelpunkt", so Kampeter, der zu mehr Mut aufrief und die Chancen der Digitalisierung betonte: „Wir sind in Deutschland bei vielen Dingen spitze, aber bei der Digitalisierung ist noch Luft nach oben." Der technologische Fortschritt schreite in den Betrieben schnell voran, die Politik stünde noch hinter der Kurve.



Bendiek betonte die massive Veränderung der Arbeitswelt durch Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen. Digitale Bildung und Qualifizierung der Beschäftigten werde so zunehmend ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Ex-Schachweltmeister und KI-Experte Garry Kasparov, Key Speaker der Veranstaltung, räumte anschließend in einem impulsiven Vortrag mit einigen Mythen rund um das Thema Künstliche Intelligenz auf. Das Zusammenspiel von Mensch und Maschine biete gigantisches Potenzial, um unser Leben besser und einfacher zu machen. Eine Maschine sei nicht per se gut oder schlecht, sondern der Mensch, der sie entwickelt und einsetzt. Innovation sei immer mit Risiko verbunden, man dürfe jedoch nicht versuchen technologischen Fortschritt und die damit verbundenen Chancen auszubremsen.

Die Central Stage nutzten auch die Vorsitzenden des BDA-Digitalrats Janina Kugel, Personalvorstand Siemens, und Angelique Renkhoff-Mücke, CEO der WAREMA Renkhoff SE, um leidenschaftliche Plädoyers für Innovations- und Technologieoffenheit zu geben. „Nur wenn wir Perspektiven für alle schaffen, können wir die Angst vor der Zukunft der Arbeit nehmen“, argumentierte Kugel. Deutschland müsse eine lernende Nation werden und der Fokus auf Qualifizierung und Weiterbildung liegen. Renkhoff-Mücke zeigte vor allem Hürden für Unternehmen auf, deren Innovationspotenzial und Wettbewerbsfähigkeit durch starre arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen beeinträchtigt sei: „Um andere Prozesse und Geschäftsmodelle zu entwickeln, braucht es Dynamik.“

In zahlreichen weiteren Keynotes, Vorträgen und Panels gaben prominente Rednerinnen und Redner wie Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Bahn AG, Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, Verena Pausder, Geschäftsführerin der HABA Digitalwerkstatt, oder Miriam Wohlfarth, Geschäftsführerin und Mitgründerin von RatePAY, Einblicke in die Arbeitswelt von heute und morgen.

Sowohl in interaktiven Workshops als auch an den vielen Ausstellerständen konnten die Besucherinnen und Besucher Technologien sowie Arbeits- und Bildungsmethoden selbst erleben bzw. ausprobieren. Ein besonderes Highlight der FUTUREwork war der Auftritt von Compressorhead – der härtesten Roboterband der Welt. Auf der gemeinsamen AFTERwork Party endete das Festival schließlich bei bestem Wetter mit Barbecue, Cocktails und Musik.
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