09.04.2019

Startschuss für BDA-Digitalrat

Fokus auf die Zukunft der Arbeit: 20 digitale Vordenker aus Konzernen und KMUs, der Tech-Branche sowie der Forschung bilden seit 8. April 2019 den BDA-Digitalrat. Profitieren soll die gesamte deutsche Wirtschaft – durch konkrete Empfehlungen für Unternehmen und Politik.

Die Arbeitgeber haben jetzt einen Digitalrat. Unter dem Vorsitz von Janina Kugel, Personalvorstand der Siemens AG, und Angelique Renkhoff-Mücke, CEO der WAREMA Renkhoff SE, kamen am 8. April erstmals die Mitglieder zur konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen.

Der zwanzigköpfige BDA-Digitalrat, der fortan das Präsidium der BDA zu digitalpolitischen Fragen berät, legt seinen Fokus auf die Zukunft der Arbeitswelt. Angesichts immenser strategischer Herausforderungen für nahezu jedes Unternehmen in Deutschland möchten die Digitalisierungsexperten ihre individuellen Kompetenzen bündeln, um Impulse in die öffentliche Debatte zu geben, praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu erarbeiten und klare Forderungen an die Politik zu stellen.

Hierzu vereint der BDA-Digitalrat herausragende Persönlichkeiten aus höchst unterschiedlichen Bereichen. Globale Großkonzerne sind genauso vertreten wie kleine und mittelständische Unternehmen. Start-Ups aus der Tech-Branche wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Köpfe der gesellschaftlichen Debatte.



Der BDA-Digitalrat möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Digitalisierung ein Erfolg für Unternehmen und Beschäftigte in Deutschland wird. Bei der Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft muss dabei stets der Mensch im Mittelpunkt stehen. Die Mitglieder eint – bei großem Potential und guten Voraussetzungen in Deutschland – ein optimistischer Blick in die Zukunft. Gleichzeitig fordert die Digitalisierung neue Antworten und flexible Lösungen, die es mit Mut anzugehen gilt. Fachkräftesicherung, strategisches HR-Management, rechtliche Rahmenbedingungen sowie zukunftsgerichtete Aus- und Weiterbildung sind dabei zentrale Fragestellungen – letzteres bildete bereits einen Schwerpunkt der ersten gemeinsamen Sitzung.

Erster politischer Gast war am Montag Bundesminister Helge Braun. Die Botschaft an den Koordinator der Digitalstrategie der Bundesregierung wurde schnell klar: Zukünftige Wertschöpfung lässt sich nicht politisch erzwingen. Innovatives Unternehmertum braucht Flexibilität und Freiräume. Die Politik muss Tempo machen, um schnellstmöglich einen wettbewerbsfähigen Rahmen für die deutsche Wirtschaft zu schaffen.

Das nächste Treffen des BDA-Digitalrats wird im Oktober stattfinden. Die Arbeit wird allerdings auch zwischen den offiziellen Sitzungen weitergehen – in Workshops und kleineren Gesprächsrunden. Ausführliche Informationen zu den Mitgliedern sowie aktuelle Entwicklungen sind auf www.futurework.online zu finden.