Aug

17

Die Arbeit bei Nordmetall

Von Kristian Koll

Seit über einem Monat bin ich nun bei Nordmetall und es gefällt mir hier sehr gut. Die Arbeit in einem Regionalverband ist jedoch ganz anders als die Arbeit in einem Spitzenverband. Man ist viel näher an den Unternehmen dran und kommuniziert auch häufiger mit diesen. Das kam bei Gesamtmetall nur bei den ganz großen Mitgliedern wie Siemens vor.

Während bei einem Spitzenverband häufig Rechtsfragen im Zentrum stehen, muss man hier vor allem auch Sachverhaltsaufklärung betreiben. Oft betreut man kleine Unternehmen ohne eigene Rechtsabteilung und Juristen. Der Regionalverband ist dann wie eine erweitere Personalabteilung. Die Rechtsfragen dahinter sind oft gar nicht so kompliziert, allerdings muss man hier auch immer eine konkrete Prognose über die Erfolgsaussichten aufstellen.
Insgesamt macht das alles die Arbeit hier sehr abwechslungsreich. Ich beantworte häufig kurze, konkrete Anfragen, habe aber auch schon eine Revisionsschrift an das BAG und andere Schriftsätze entworfen.

Die Arbeitsatmosphäre ist sehr gut, alle haben immer ein offenes Ohr und es wird auch häufig gelobt. Ich kann zu Mandantenterminen mit und werde demnächst auch die Vertretung vor Gericht übernehmen.
Ein Arbeitszeitkonto gibt es bei Nordmetall nicht, Kernzeit ist von 9:00 bis 17:00 Uhr. Meist bleibt es auch dabei. Urlaub wird problemlos gewährt.

Ich bin hier sehr glücklich, wie bei Gesamtmetall wird aber auch bei Nordmetall derzeit nicht eingestellt. Allerdings scheide ich ab Oktober aus dem GFN Programm aus und fange bei handling counts GmbH, einer Lufthansa Tochter an. Das Programm ist also nicht nur für eine Beschäftigung in der Verbandswelt ein gutes Sprungbrett, sondern auch für den Einstieg in ein Unternehmen. Die vorzeitige Entlassung aus dem Programm ist in Absprache mit der jeweiligen Station meist möglich. So werde ich Nordmetall auch einen Monat früher als geplant verlassen.

Dabei möchte ich betonen, dass ich mich mit dem neuen Job nicht gegen die Verbandswelt sondern für Lufthansa entschieden habe. Ich kann jedem angehenden Juristen nach wie vor das GFN Programm und die Tätigkeit als Verbandsjurist empfehlen!

Einen Kommentar erstellen

Text

0 Kommentare