30.09.2018

Allianz für Weltoffenheit startet Mitmach-Aktion „Deutschland #vereint“ – für Demokratie, Solidarität und Rechtsstaat

In Deutschland engagieren sich Millionen Menschen privat, in ihrem Unternehmen, in Vereinen, Parteien und Organisationen für den Zusammenhalt unserer vielfältigen Gesellschaft und gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Allianz für Weltoffenheit, ein Bündnis von neun zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden, möchte diesem Engagement eine Bühne bieten. Zum 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, startet sie ihre Initiative „Deutschland #vereint“.
Engagierte Menschen sind aufgerufen, ihre Fotos zum Thema auf der Webseite www.deutschland-vereint.de hochzuladen, die heute freigeschaltet wird. Die Mitmach- und Mutmach-Aktion „Deutschland #vereint“ läuft bis zum 9. November 2018. Damit wirbt die Allianz für die Würde des Menschen, wie sie in Artikel 1 des Grundgesetzes garantiert ist. Sie will ein Zeichen setzen für ein weltoffenes und demokratisches Deutschland und tritt jeder Form von Diskriminierung entgegen.

Heinrich Bedford Strohm, EKD-Ratsvorsitzender:
„Die Ausschreitungen von Chemnitz haben gezeigt, wie zerbrechlich unsere Gesellschaft ist. Zugleich gibt es in Deutschland eine tiefe Sehnsucht nach Halt und Orientierung. Wir sollten uns klarmachen, aus welcher Kraft und mit welchen Grundorientierungen wir leben. Unsere Antwort auf jeden rechtspopulistischen Vereinfacher, auf jede menschenverachtende Parole, egal ob aus Ost oder West, kann nur trotzige Zuversicht sein. Wir werden uns unsere Lebenskultur nicht zerstören lassen. Wir werden nicht zulassen, dass eine Atmosphäre des Misstrauens und des Hasses und der Verzagtheit in unserem Land Raum greift. Wir machen uns stark für ein zuversichtliches Deutschland, in dem die Menschen in wechselseitigem Respekt und in einem breit getragenen Konsens über die Grundlagen unseres Miteinanders vereint zusammenleben.“

Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender:
„Unsere Demokratie ist vielfältig und bunt, ja, manchmal auch anstrengend. Sie garantiert Freiheit und Vielfalt, Rechtstaatlichkeit und Mitsprache. Sie verdient es, dass wir uns täglich für sie einsetzen und engagieren. Wir werden sie nicht von den Rechtspopulisten und Nationalisten diskreditieren oder in Frage stellen lassen. Jeden Tag arbeiten Menschen aus vielen Ländern Seite an Seite in unseren Werkshallen, auf Baustellen oder im Büro gut und solidarisch zusammen. Menschen, die zusammen arbeiten sind sich nicht fremd, egal woher sie kommen. Täglich werden aus Kollegen Freunde und Partner. Gemeinsam kämpfen wir für eine solidarische und weltoffene Gesellschaft.“

Ingo Kramer, Arbeitgeberpräsident:
„Der 3. Oktober steht nicht nur für die deutsche Einheit, sondern symbolisiert auch grundlegende Werte wie Weltoffenheit, Gemeinschaft und Solidarität. Auf diese Werte sollten wir uns rückbesinnen – insbesondere in Zeiten, in denen unser Land auseinanderzudriften droht. Deutschlands Zukunft liegt in einem vereinten Europa. Nationalistische Tendenzen schaden nicht nur dem Ansehen Deutschlands insgesamt, sie schaden auch der wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Land. Deshalb treten wir
heute – in einer breiten gesellschaftlichen Allianz – für Demokratie, Rechtsstaat und Weltoffenheit ein.“

Jan Holze, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend:
„Sport bringt Menschen unterschiedlichster sozialer und kultureller Herkunft aus allen Altersgruppen unserer Gesellschaft zusammen. Sport steht für Fairplay, Toleranz und Respekt. Insbesondere für die mehr als zehn Millionen Kinder und Jugendlichen in unseren Sportvereinen ist die Gemeinschaft im Sport eine Schule des Lebens. Daher zeigt der unter dem Dach des DOSB organisierte Sport in dieser Allianz Haltung: gegen Gewalt, Hass und Hetze - für Demokratie, Respekt und Freiheit!“

Informationen zur Allianz:
Die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt" besteht seit Februar 2016. Gründungsmitglieder sind der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Deutsche Bischofskonferenz, der Deutsche Kulturrat e.V., der Deutsche Naturschutzring (Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen - DNR), der Deutsche Olympischer Sportbund (DOSB), die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der Koordinationsrat der Muslime (KRM) sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland.

Der Gründungs-Aufruf der Allianz wird von hunderten weiteren Organisationen und Verbänden unterstützt. www.allianz-fuer-weltoffenheit.de