Berlin, 22.03.2018

Deutsche Wirtschaft beschäftigt seit vielen Jahren immer mehr Ältere

Zu den heutigen Äußerungen des Bundesarbeitsministers in Sachen Beschäftigungschancen für Ältere erklärt BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter:
Die deutschen Arbeitgeber begrüßen es, dass der neue Bundesarbeitsminister sich mit diesem für uns so wichtigen Thema des Fachkräftemangels beschäftigt und es auf die politische Agenda setzt. Wir sollten hier allerdings nicht auf der Grundlage von Zerrbildern diskutieren.

Fakt ist: Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen hat sich zwischen 2000 und 2017 von 37 Prozent auf knapp 70 Prozent fast verdoppelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen hat sich zwischen 2000 und 2017 sogar mehr als verdreifacht. Die deutsche Wirtschaft beschäftigt demnach seit vielen Jahren immer mehr Ältere, Tendenz steigend - europaweit liegen wir mit Schweden an der Spitze.

CDU, CSU und SPD haben mit der abschlagsfreien Rente ab 63 selbst dafür gesorgt, dass den Betrieben viele hunderttausend ältere Arbeitnehmer vorzeitig verloren gegangen sind. Diese fehlen jetzt und können vielfach nicht ersetzt werden.

Statt Arbeitgebern den schwarzen Peter zuzuschieben, sollte die Bundesregierung die milliardenschweren Subventionen für Frühverrentungen beenden.