27.04.2017

Eingeschränktes Berufsspektrum für Jungen? Nicht mit uns!

Auch dieses Jahr öffnete die BDA wieder ihre Türen zum Boys‘ Day und empfing 14 engagierte Schüler der Wolfgang-Borchert-Schule in Berlin (Berufswahl-SIEGEL-Schule und Preisträgerin „Starke Schule 2015“). Diese beschäftigten sich zusammen mit BDA-Referent Frank Umberg mit dem Einfluss von Rollenbildern in der Gesellschaft und bei der Berufswahl. Die Schüler machten sich über ihre eigene Berufswahl Gedanken und lernten die Vielfalt sozialer Berufe kennen.
Das Ziel des bundesweiten Boys' Day ist die Erweiterung des Berufswahlspektrums von Jungen hin zu zukunftssicheren Berufen im sozialen und erzieherischen Bereich. Der Boys' Day trägt dazu bei, dass überholte Rollenbilder überwunden und neue Perspektiven für Jungen eröffnet werden. Von Anfang an, seit 2011, ist die BDA Aktionspartnerin des Boys’ Day und wirbt auch bei ihren Mitgliedsverbänden und Unternehmen für eine Beteiligung an dem bundesweiten Aktionstag.

Im Haus der Deutschen Wirtschaft beschäftigten sich die Schüler mit dem Thema „Rollenvorstellungen auf dem Lebensweg und im Beruf“: Was macht Mann-Sein eigentlich aus? Welche Erwartungen und Vorurteile sind damit verknüpft – und welche Auswirkungen hat dies auf die Berufswahl? Die heiß diskutierten Fragen machten deutlich, dass oftmals bereits eine Veränderung des Blickwinkels ausreicht, um sich mit neuen Ideen und anderen Herausforderungen zu beschäftigen.


Zwar entscheiden sich junge Männer nach wie vor insbesondere für Ausbildungsberufe und Studienfächer, die den traditionellen Rollenvorstellungen entsprechen. Jedoch ist ein stetiger Zuwachs in eher „untypischen“ Männerberufen zu beobachten. Im Haus der Deutschen Wirtschaft informierten sich die Schüler insbesondere über Gesundheits-, Pflege- und soziale Berufe. Die Schüler waren beeindruckt und bekamen wichtige Tipps und Impulse für ihre eigene Berufswahlentscheidung.



Ein Highlight für die jungen Männer war der Besuch eines Kindergartens der FRÖBEL-Gruppe. Erfahrene Erzieher informierten über die Vielfalt ihres Berufes, schilderten ihre persönlichen Beweggründe sowie ihren beruflichen Weg von der Schule über duale Ausbildung oder Studium bis hin zum Berufsabschluss des Erziehers. Die Schüler brachten sich in der Arbeit mit den Kindern einfühlsam und unterstützend ein und fühlten sich am Ende des Tages darin bestärkt, sich bei ihrer Berufswahl nicht zu sehr von gesellschaftlichen Rollenbildern und Klischees beeinflussen zu lassen.