"Bildungsgerechtigkeit", 3. Juli 2017



Am 3. Juli wurde die BDA-Veranstaltungsreihe "Sozialpartner Arbeitgeber im Dialog" fortgesetzt, diesmal mit einem Fokus auf das Thema Bildung. Unter der Überschrift: "Bildungsgerechtigkeit: Investieren wir genug in unsere Zukunft? Kann Bildungspolitik der wirksamste Hebel für eine Sozialpolitik im 21. Jahrhundert sein?" diskutierte BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun mit der Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Professor Dr. Jutta Allmendinger. Moderiert wurde der Dialog von Peter Clever, Mitglied der BDA-Hauptgeschäftsführung. Prof. Allmendinger plädierte in ihrem einführenden Impuls für einen ganzheitlichen Ansatz in der Bildungspolitik, in dem schulische Bildung, Ausbildung und Weiterbildung insgesamt in den Blick genommen werden müsse. Die Wirkung von Bildung auf Gesundheit, Gemeinschaft und Soziabilität sei entscheidend für die Zukunft unserer Gesellschaft. Zudem müsse der Zugang zur Bildung in allen Altersstadien breiter geöffnet werden. Dr. Braun, neben seiner Funktion als BDA-Vizepräsident auch Vorsitzender des BDA/BDI-Bildungsausschusses, betonte in seinem Impuls, dass es in Deutschland wesentlich gerechter zugehe, als es medial häufig den Anschein habe. Auch die Bildung sei auf einem guten Wege, das zeigten alle vorliegenden Vergleichsdaten zu früheren Jahren in Sachen Lernerfolg. Dennoch bestehe Verbesserungsbedarf. Die Teilhabegerechtigkeit müsse weiterhin oberste Priorität im Bildungssystem haben. Entscheidend sei, dass jeder die Möglichkeit erhalte, die eigenen Talente zu entfalten und seine Potenziale individuell nutzen zu können. Einig waren sich die Gesprächspartner in der Feststellung, dass Bildung die bestmögliche präventive Arbeitmarkt- und Sozialpolitik sei. Auch die Feststellung, dass die Qualität des Bildungssystems Vorrang vor der Quantität habe, fand breite Zustimmung in der Diskussion.
NÄHERE INFORMATIONEN
EMPTY