Apr

07

Bergfest!

Von Kristian Koll

Die Hälfte meiner Station bei Gesamtmetall ist (leider) vorbei und somit feiere ich hier Bergfest. Inzwischen bin ich so gut integriert, dass ich mir momentan gar nicht vorstellen kann, in 3 Monaten schon wieder woanders zu arbeiten. Normalerweise bekommt man übrigens die nächste Station 6 Wochen vorher zugewiesen. Für die 2. Station geht es dann meist zu einem Regionalverband, also an die „Front“. Das ist auch gut so, da die Arbeit dort ganz anders ist als bei einem Spitzenverband und man auch das mal gemacht haben sollte. Ich werde dann jedenfalls berichten. Doch nun wieder zu Gesamtmetall: In den letzten Wochen durfte ich neben der schon in den vorherigen Blogs beschriebenen juristischen Arbeit viel erleben, was für die Verbandswelt typisch ist. So war ich auf mehreren Seminaren zum Arbeitsrecht. Dort kann man nicht nur ausgezeichnet Kontakte knüpfen und Top Professoren und Politikern zuhören (z.B. zum Mindestlohn), man wird auch noch ausgezeichnet verpflegt. Es gehört zum Job dazu, auch zum Abendessen im Hotel zu bleiben und dort auf informeller Ebene sein eigenes kleines Netzwerk zu spinnen oder sich einfach umzuhören, wie die Stimmung in der Branche ist. Ich kann nur sagen, dass dies ein sehr angenehmer Teil meiner Arbeit ist.

Außerdem hatte ich Gelegenheit, Bundestag und Kanzleramt von innen zu sehen. Ich durfte die Anhörung zur Frauenquote verfolgen und dann Bericht erstatten. Natürlich blieb dann auch Gelegenheit, sich in den heiligen Hallen umzusehen- die Kantine kann ich nur empfehlen.

Ein Highlight gab es vor 2 Wochen in Potsdam: Dort fand der von Gesamtmetall und einem der Regionalverbände organisierte Besprechungskreis Arbeitsrecht statt, bei dem Arbeitsrechtler aus den Metallverbänden und –unternehmen zusammen kommen und aktuelle Rechtsfragen diskutieren. Dies wird immer durch ein schönes Rahmenprogram ergänzt- diesmal die Besichtigung des Neuen Palais und des Potsdamer Stadtschlosses mit dem Landtag. Ich durfte beim Besprechungskreis einige meiner Vermerke vortragen und bin meiner Chefin sehr dankbar für diese Gelegenheit- schließlich lernt man auf diesem Wege nicht nur Spitzenjuristen aus ganz Deutschland kennen, sondern bleibt ihnen auch noch im Gedächtnis. Der schönste Moment des Abends war dann auch, als einer der Anwälte auf mich zukam und mich für meinen Vortrag lobte.

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