15.06.2018

Soziale Marktwirtschaft braucht eine Erneuerung im 21. Jahrhundert

Zum Jubiläum "70 Jahre Soziale Marktwirtschaft" erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Wirtschaftswunder, Vollbeschäftigung, Wohlstand für alle: Mit 70 Jahren Sozialer Marktwirtschaft hat Deutschland 70 Jahre Erfolgsgeschichte geschrieben. Die große Frage für die nächsten Jahrzehnte, die es von der Politik zu beantworten gilt, sind deshalb: Wie machen wir Deutschland fit für die Zukunft? Welches wären die Entscheidungen eines heutigen Ludwig Erhard mit Blick auf Demografie, mit Blick auf unsere volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die kommenden Jahrzehnte und damit auf die Sicherung unserer Sozialsysteme, mit Blick auf die Digitalisierung und auf Europa? Eigenverantwortung, Freiheit und Wettbewerb sind für uns Unternehmer und die deutsche Wirtschaft die ganz zentralen Schlüsselbegriffe. In der politischen Diskussion sind diese Worte in den vergangenen Jahren allerdings mehr und mehr aus dem Wortschatz abhandengekommen. Diese Maximen unseres Handelns stehen jedoch für uns dabei in ausgewogenem Zusammenhang mit der sozialen Verpflichtung für unsere Mitarbeiter und unser unternehmerisches Umfeld, und so gehandhabt ist die Soziale Marktwirtschaft immer anpassungsfähig und Zukunft sichernd. Und dabei muss es im Kern um das Erwirtschaften und um zukünftige Wettbewerbsfähigkeit gehen. Denn nur eine starke Wirtschaft schafft die Grundlage für Beschäftigung, nachhaltig finanzierte Sozialsysteme und breiten Wohlstand in unserem Land. Angesichts der Digitalisierung und des demografischen Wandels ist es höchste Zeit, darüber zu sprechen. Deshalb braucht die Soziale Marktwirtschaft auch eine Erneuerung im 21. Jahrhundert mit mehr Freiheit für die deutsche Wirtschaft, mehr Flexibilität in der Arbeitswelt und mehr Bildungschancen für unsere Kinder und Enkelkinder.