Berlin, 29.03.2018

Wir brauchen eine Offensive für Arbeit

Anlässlich der niedrigsten März-Arbeitslosenzahlen seit der Wiedervereinigung erklärt die BDA:
Wir brauchen in den ersten 100 Tagen der neuen Bundesregierung eine Offensive für Arbeit. Dazu müssen folgende Projekte zügig angegangen werden:

  • Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung muss zum 1. Juli 2018 um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden, um Unternehmen und Beschäftigte zu entlasten.

  • Die Jobcenter müssen echte Chancen für Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen – durch bessere Betreuung, Vermittlung, betriebsnahe Qualifizierung und mehr Ressourcen für die Eingliederung. Wir brauchen nicht die Abschaffung der Grundsicherung, wir brauchen Bürokratieabbau und weniger Verwaltungsaufwand im System.

  • Die Jobcenter müssen einen Schwerpunkt auf Langzeitarbeitslose mit Kindern legen. Es gilt, den Teufelskreis einer sich vererbenden Bedürftigkeit zu durchbrechen.

  • Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik gehören aufs engste zusammen: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss durch mehr und bessere Kitas und Ganztagsschulen erleichtert werden. Diese richtigen Ziele im Koalitionsvertrag müssen zügig umgesetzt werden, genauso wie die Investitionsoffensive für Schulen sowie der Digitalpakt.

  • Zur Fachkräftesicherung brauchen wir mehr Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften. Allerdings muss die Anwendung des Zuwanderungsrechts in den Behörden deutlich besser werden. Auslandsvertretungen und Ausländerbehörden in Deutschland müssen IT-technisch und personell gezielt gestärkt und so gegenüber den Betrieben serviceorientierter und effektiver werden.