16.12.2019

Brauchen überzeugendere Willkommenskultur

Im Vorfeld des heute stattfindenden Fachkräfteeinwanderungsgipfels erklärt Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer:
Endlich haben wir ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Das ist im Sinne der deutschen Wirtschaft, die schon längst zu spüren bekommt, dass der Bedarf allein mit inländischen Fachkräften nicht mehr gedeckt werden kann.

Die neue Gesetzgebung kann aber nur erfolgreich sein, wenn die administrativen Leitplanken gut aufgestellt sind. Insofern ist der Austausch auf dem Fachkräfteeinwanderungsgipfel heute sehr zu begrüßen: Personelle Verstärkungen bei den Hotspots unter den Auslandsvertretungen und IT-technische Vernetzung der beteiligten Behörden für elektronischen Datenaustausch sind unverzichtbar.

Warum sollte eine Fachkraft mehrere Monate oder teilweise bis zu einem Jahr auf einen Termin bei einer deutschen Botschaft warten, wenn sie schneller auch nach Holland oder in die Schweiz gehen kann? Deshalb brauchen wir eine überzeugendere Willkommenskultur: Die dringend benötigten Fachkräfte aus dem Ausland sollen gerne nach Deutschland kommen und hier auch bleiben wollen. Da müssen wir besser werden.

Wir müssen mit einem Gesamtpaket „Einwanderung nach Deutschland“ überzeugen, mit einem Einreiseverfahren, das zügig und unbürokratisch ist, mit erweiterten Angeboten zum Erlernen der deutschen Sprache und mit den sehr guten Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen unserer Unternehmen.