20.05.2015

Arbeitgeberpräsident Kramer: Zwischengewerkschaftlicher Machtkampf der GDL ist ein Anschlag auf die Tarifautonomie

Anlässlich des neunten Streiks der GDL erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
Das Verhalten der GDL ist ein Anschlag auf die Tarifautonomie in Deutschland. Wer Arbeitskämpfe allein um eigene Macht- und Organisationsinteressen führt, missbraucht die Tarifautonomie.

Der Streik der GDL richtet sich eigentlich gegen die EVG und damit gegen die Mehrheitsgewerkschaft bei der Bahn, trifft aber die Deutsche Bahn mit all ihren Kunden. Die GDL nimmt die Kunden der Deutschen Bahn aus egoistischen Organisationsinteressen in Geiselhaft, um in einem rein zwischengewerkschaftlichen Machtkampf um einzelne Beschäftigtengruppen zu versuchen, die Mehrheitsgewerkschaft EVG zu schwächen.

Die entstehenden Schäden für die gesamte Volkswirtschaft sind vollkommen unverhältnismäßig. Millionen Bahnreisende sind ebenso betroffen wie zahllose Unternehmen, die auf den Güterverkehr der Bahn angewiesen sind. Der Streik trifft die ganze Breite der deutschen Industrie, vor allem aber die Automobil- und Stahlindustrie sowie die Chemie- und Rohstoffindustrie, die ohne pünktliche Zulieferungen innerhalb kürzester Zeit Produktionsausfälle erleiden. Der deutschen Wirtschaft drohen Schäden von täglich 100 Millionen Euro. Je länger ein Streik dauert, desto höher sind die täglichen Kosten in den betroffenen Branchen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 024/2015, 20. Mai 2015

Die Presse - Information Nr. 024/2015 steht Ihnen als pdf-Dokument unter "weiterführende Informationen" zum Download zur Verfügung.
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN