07.11.2011

PISA 2000 - 2009: Den Reformkurs fortsetzen

Von PISA 2000 bis PISA 2009 hat sich im Schulbereich sehr viel getan – die Bildungspolitik hat an Dynamik gewonnen, Leistungen wurden deutlich verbessert, an manchem fehlt es aber immer noch.
Welche Verbesserungen erreicht wurden, welche Faktoren dafür ausschlaggebend waren und wie die Entwicklung weiter gehen muss, ist Gegenstand der großen schulpolitischen Tagung der BDA

„PISA 2000 - 2009: DEN REFORMKURS FORTSETZEN
Bilanz der Schulreformen: Ergebnisse, Ursachen und Weiterentwicklung“
am Montag, 7. November 2011, 11.00 – 15.45 Uhr,
im Haus der Deutschen Wirtschaft, Berlin.

Leitmotiv der Tagung ist die Frage nach der Kompetenzorientierung des Lernens und Lehrens. Sie ist für die Arbeitgeber besonders wichtig und auch das Ziel vieler Reformen im Schulbereich. Ist die Schulpolitik mit Bildungsstandards einerseits, selbstständiger Schule andererseits in die richtige Richtung gegangen und hat dies die erwünschte Wirkung? Welche Handlungsmöglichkeiten haben Schulen, um Kinder individuell fördern zu können? Wie erreichen wir bundesweit eine verlässliche Qualität und auch Mobilität? Kommt die Lehrerbildung den neuen Anforderungen des Berufs nach? Welche Aufgaben stellen sich in den nächsten Jahren für Schule, Politik, Lehrer, Eltern und auch für die Wirtschaft? Mit diesen Fragen wollen wir uns im Rahmen der Tagung mit Experten aus Wissenschaft, Politik, Schule und Lehrerbildung austauschen und zu politischen Schlüssen kommen.

Nach der Begrüßung durch den Vizepräsidenten der BDA, Dr. Gerhard F. Braun, analysiert Prof. Dr. Eckard Klieme als Leiter der PISA-Studie 2009 die Ergebnisse und Entwicklungen seit dem "PISA-Schock". In der anschließenden Podiumsrunde unter Moderation durch Jan-Martin Wiarda, „Die Zeit“, erörtern dieses Thema außerdem Frau Limper-Stracke als Leiterin der Hakemickeschule im nordrhein-westfälischen Olpe - erster Preisträger bei „Starke Schule 2011“ - , Bernd Schreier als Leiter des Instituts für Qualitätsentwicklung in Hessen, Cornelia von Ilsemann, Vorsitzende des Schulausschusses der Kultusministerkonferenz, und Christoph Fay, Lufthansa, Vorsitzender des BDA/BDI-Arbeitskreises „Frühkindliche und schulische Bildung“.

Kompetenzorientierung im Lernen und Lehren wird nur erreicht, wenn die Lehrkräfte sich an diesem Ziel in ihrem Unterricht orientieren. Gibt ihnen die Lehrerbildung dafür das notwendige Instrumentarium mit? In der zweiten Diskussionsrunde am Nachmittag wird Prof. Dr. Ewald Terhart, Universität Münster, den Stand der Reformen in der Lehrerbildung skizzieren, Prof. Dr. Wolfgang Schöberle, Leiter des Studienseminars Stuttgart, die Unterstützung eines kompetenzorientierten Unterrichts in der zweiten Phase der Lehrerausbildung zeigen und Frau Limper-Stracke die Praxis ihrer Schule als Ausbildungsstätte für neue Lehrkräfte zeigen. In dieser Runde wird auch das Publikum hinzugezogen.
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