04.12.2008

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Keine weitere Finanzspritze für die Krankenhäuser

Die Koalition darf den Forderungen der Krankenhäuser nicht noch weiter nachgeben. Bereits durch die aktuellen Gesetzespläne zur Neuordnung der Krankenhausfinanzierung erhalten die Krankenhäuser zusätzlich zur regelmäßigen Vergütungssteigerung 2 Milliarden Euro von den Krankenkassen. Diese zusätzliche Zahlung trägt 0,2 Prozentpunkte zum neuen Rekordbeitragssatz von 15,5 Prozent im kommenden Jahr bei.

Eine nachhaltige Finanzierung der Krankenhäuser setzt wirksame Strukturreformen zur Erhöhung der Effizienz und Transparenz im stationären Bereich voraus. Diese eigentlichen Herausforderungen gehen aber weder die Koalition mit ihrem aktuellen Gesetzentwurf noch das Aktionsbündnis an. Erforderlich ist vor allem eine Stärkung des Wettbewerbs durch mehr Vertragsfreiheit für die Krankenkassen.


PRESSE - INFORMATION Nr. 101 / 2008, 4. Dezember 2008
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