03.10.2008

Ausweitung der Mutterschutzfrist von 14 auf 18 Wochen unnötig und teuer

Selbstverständlich befürworten die Arbeitgeber einen angemessenen Schutz der Gesundheit von schwangeren und stillenden Frauen. Eine Verlängerung der Mutterschutzfrist von 14 auf 18 Wochen ist unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes aber nicht erforderlich.

Wer die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern will, muss den Wiedereinstieg von Müttern ins Berufsleben erleichtern. Dafür sind Elternurlaub und Ausbau der Betreuungsinfrastruktur besonders für Kinder unter drei Jahren der richtige Weg.

Eine längere Mutterschutzfrist hätte erhebliche zusätzliche Kosten für die deutschen Unternehmen zur Folge. Denn in Deutschland tragen anders als in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Arbeitgeber die Hauptlast der Finanzierung. Bereits heute entstehen den deutschen Betrieben jährlich Kosten in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Durch eine Verlängerung der Mutterschutzfrist von 14 auf 18 Wochen würden die Lohnzusatzkosten um rund 500 Millionen Euro im Jahr steigen.


PRESSE - INFORMATION Nr. 086 / 2008, 3. Oktober 2008
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