28.07.2011

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: Jobwunder auch dank flexibler Beschäftigung

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:
Der jüngste Anstieg der Arbeitslosigkeit ist saisonbedingt und schmälert nicht den Erfolg am Arbeitsmarkt. Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter im Aufschwung. Immer mehr Menschen bekommen eine Perspektive am Arbeitsmarkt.

Vor allem auch die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung nimmt seit einigen Monaten kräftig zu. Entgegen populären Zerrbildern wird flexible Beschäftigung keineswegs zu einem dominierenden Faktor in unserer Arbeitswelt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit hat sich in den letzten zehn Jahren sogar von 9,9 Jahre auf 11,1 Jahre erhöht. Unbefristete Arbeitsverhältnisse in Vollzeit überwiegen weiterhin deutlich, Zeitarbeit macht nur einen Anteil von gut zwei Prozent aus.

Flexible Beschäftigung darf nicht als atypisch oder prekär diffamiert werden. Erst ein ausgewogener Beschäftigungsmix aus sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjobs und flexiblen Beschäftigungsformen wie Teilzeitarbeit, Zeitarbeit, geringfügiger oder befristeter Beschäftigung hat das deutsche Jobwunder ermöglicht. Flexible Beschäftigung erleichtert es Arbeitnehmern und Arbeitgebern, sich zeitnah und flexibel an betriebliche und individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Flexible Beschäftigungsformen ermöglichen es den Unternehmen auch dann neue Arbeitsplätze zu schaffen, wenn sie noch nicht wissen, ob der Aufschwung andauern wird. Viele Frauen können nur dank Teilzeit berufstätig sein: Wegen der unzureichenden Kinderbetreuung könnten sie Familie und Beruf ansonsten nicht miteinander vereinbaren. Flexible Beschäftigung bietet vor allem Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen die Chance auf Einstieg in Arbeit. Ziel muss es sein, möglichst alle Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Flexible Beschäftigung ist dabei für viele ein wertvolles Sprungbrett.

PRESSE - INFORMATION Nr. 039/2011, 28. Juli 2011

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