29.03.2007

BDA: Strukturreformen statt neuer Beschäftigungsbremsen für Langzeitarbeitslose

Das aktuelle Hoch am Arbeitsmarkt offenbart, dass die tiefgreifenden strukturellen Probleme nach wie vor ungelöst sind. Von dem erfreulichen Aufwärtstrend profitieren fast ausschließlich Kurzzeitarbeitlose. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat dagegen zuletzt faktisch sogar noch zugenommen. „Gerade die Sorge um die Langzeitarbeitslosen muss Anlass für die Bundesregierung sein, endlich für mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt zu sorgen“, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände heute in Berlin.

Statt geringer Qualifizierte und Langzeitarbeitslose in offenen oder verkappten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu parken, muss der konjunkturelle Rückenwind genutzt werden, um fortbestehende Beschäftigungsbremsen im Bereich einfacher Arbeit zu lösen. Dass die deutsche Wirtschaft und der Arbeitsmarkt jetzt wieder in Schwung gekommen sind, ist kein Verdienst der Politik, sondern vor allem einer moderaten Tarifpolitik und zum Teil schmerzhaften Anpassungsprozessen in den Unternehmen selbst zu verdanken. Die hierdurch verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft war die Grundlage für den neuen wirtschaflichen Erfolg und die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen.

Wäre die Wirtschaft denjenigen gefolgt, die die notwendigen Anpassungsprozesse in der Öffentlichkeit verunglimpft haben, würde Deutschland in Europa weiterhin mit der roten Laterne hinterherhinken. Es sind die gleichen, die heute Unterschriften für gesetzliche Mindestlöhne sammeln. Damit würden aber nicht mehr Beschäftigung geschaffen, sondern Arbeitsplätzze vernichtet und neue Beschäftigungshürden für die Beschäftigung geringer Qualifizierter und Langzeitarbeitsloser errichtet.

PRESSE - INFORMATION Nr. 33 / 2007, 29.03.2007
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