22.05.2012

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Neuer Tarifvertrag verteuert Zeitarbeit erheblich, gewährleistet aber betriebliche Flexibilität

Zur Tarifvereinbarung zwischen den Zeitarbeitgeberverbänden und der IG Metall erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:
Die Tarifvereinbarung zwischen den Zeitarbeitgeberverbänden und der IG Metall ist ein wichtiger Schritt, um die Zeitarbeit auch zukünftig als notwendiges Instrument für die betriebliche Flexibilität zu erhalten.

Ich begrüße die Tarifvereinbarung, mit der schrittweise je nach Einsatzdauer ein Branchenzuschlag gewährt wird. Dass nach neun Monaten des Einsatzes eines Zeitarbeitnehmers im gleichen Betrieb durchschnittlich der gleiche Tariflohn erreicht wird wie bei einem Stammarbeitnehmer, ist akzeptabel. Jeder Zeitarbeitnehmer in Deutschland wird nach Tariflohn bezahlt. Die Differenz zwischen den Tariflöhnen eines Zeitarbeitnehmers und eines Stammarbeitnehmers wird in fünf Stufen ausgeglichen. Das ist unter Berücksichtigung von Einarbeitungszeiten der richtige Weg zum Equal Pay.

Ich gehe davon aus, dass es ähnliche Vereinbarungen jetzt auch für andere Branchen geben kann. Dieser neue Tarifvertrag zur Zeitarbeit beweist, dass diese Fragen von Tarifpartnern besser geregelt werden können, als es der Gesetzgeber könnte. Wir brauchen keine neuen gesetzlichen Regelungen zur Zeitarbeit.

Mit dem Tarifvertrag wird das tarifliche Niveau der Zeitarbeit zwar erheblich verteuert. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Zeitarbeit für die Betriebe und den Arbeitsmarkt weiterhin erhebliche Bedeutung haben wird.


PRESSE - INFORMATION Nr. 030/2012, 22. Mai 2012

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