09.03.2007

Richtiger Schritt, aber nicht konsequent umgesetzt

Die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze von 65 auf 67 Jahre ist ein wesentlicher Schritt, um die Finanzierbarkeit der gesetzlichen Rentenversicherung langfristig zu sichern. Damit wird für die nächsten zwanzig Jahre eine weitere Verlängerung der Rentenlaufzeiten verhindert, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt anlässlich der zweiten und dritten Lesung des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes in Berlin.

Der größte Makel des Gesetzes ist allerdings, dass die Rente mit 67 nicht konsequent umgesetzt wird. Die geplante Ausnahmeregelung für besonders langjährig Versicherte reduziert die Einsparwirkung in etwa um ein Drittel und wird dazu führen, dass ausgerechnet diejenigen, die bis 67 Jahre arbeiten könnten, dennoch vorher in Rente gehen, sagte Hundt.

Die Rente mit 67 darf nicht das Ende der Reformen der Rentenversicherung bedeuten, denn sie verhindert lediglich, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung bis 2030 auf 22 Prozent steigt. Für eine langfristige Stabilisierung des Beitragssatzes auf höchstens 20 Prozent sind noch sehr viel weitergehende Maßnahmen unverzichtbar, insbesondere eine durchgreifende Reform der Hinterbliebenenversorgung, erklärte Hundt.

Jetzt muss alles getan werden, damit sich die Beschäftigung Älterer weiter erhöht. Insbesondere muss der Gesetzgeber endlich alle Frühverrentungsanreize beseitigen. Die Initiative 50plus, die weit hinter dem Nötigen und Möglichen zurückbleibt, reicht hierzu nicht aus, betonte der Arbeitgeberpräsident.

PRESSE - INFORMATION Nr. 25 / 2007, 09.03.2007
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