21.03.2013

BDA: Unterschiedliche Erwerbsverläufe wesentliche Ursache für Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern

Anlässlich der Diskussion über Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern erklärt die BDA:
Wer die gesamtwirtschaftlichen Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern abbauen will, muss bei den tatsächlichen Ursachen ansetzen. Das sind im Wesentlichen die unterschiedlichen Erwerbsverläufe von Männern und Frauen.

Es ist erfreulich, dass der vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene, um strukturelle Faktoren wie ein eingeschränkteres Berufswahlverhalten oder kürzere Arbeitszeiten bereinigte Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern inzwischen nur noch sieben Prozent beträgt. Wie sich zeigt, lassen sich die Lohnunterschiede von Frauen und Männern zu mehr als zwei Dritteln durch unterschiedlich ausgeübte Tätigkeiten erklären.

Selbst der vom Statistischen Bundesamt ermittelte bereinigte Lohnunterschied lässt allerdings außer Acht, dass Frauen im Durchschnitt insbesondere wegen familienbedingter Unterbrechungen weniger Berufserfahrung haben. Wenn man auch dies berücksichtigt, bleibt statistisch kein nennenswerter Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen übrig.

Die wesentliche Ursache der noch verbleibenden Unterschiede sind die häufigeren familienbedingten Erwerbsunterbrechungen von Frauen. Wir brauchen eine bessere Kinderbetreuung und mehr Ganztagsschulangebote, damit Frauen die Chance haben, möglichst bald wieder in den Beruf zurückzukehren. Darüber hinaus müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um Frauen noch stärker für Berufe und Branchen mit hervorragenden Einkommensperspektiven zu begeistern.

PRESSE - INFORMATION Nr. 017/2013, 21. März 2013

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