06.02.2007

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Forderungsempfehlung der IG Metall gefährdet Konjunkturaufschwung und Arbeitsplätze

Die heute von der IG Metall verabschiedete Forderungsempfehlung von 6,5 Prozent für die Metalltarifrunde gefährdet den konjunkturellen Aufschwung in Deutschland und setzt Arbeitsplätze aufs Spiel. 2006 haben die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Wer will, dass sich die Beschäftigungserfolge fortsetzen, muss an die moderate Lohnpolitik der letzten Jahre anknüpfen. Eine Lohnforderung in Höhe der Empfehlung der IG Metall stoppt diese Entwicklung und wäre beschäftigungspolitisch verantwortungslos, sagte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt heute in Berlin.

18 Prozent der Metallbetriebe schreiben rote Zahlen, allenfalls 11 Prozent schaffen gerade eine schwarze Null. Deshalb muss in der diesjährigen Tarifrunde eine Lösung gefunden werden, die der differenzierten Situation in den einzelnen Betrieben stärker als in der Vergangenheit gerecht wird. Ziel der Tarifrunde 2007 kann daher nur ein Abschluss sein, der die Arbeitnehmer am Erfolg des einzelnen Unternehmens beteiligt, andererseits aber auch von allen Betrieben verkraftet werden kann.

In diesem Zusammenhang gewinnen insbesondere variable Einmalzahlungen an Bedeutung. Durch nicht tabellenwirksame Konjunkturkomponenten können die Mitarbeiter am Erfolg ihrer Unternehmen beteiligt werden und gleichzeitig wird die dauerhafte Tarifbelastung der Unternehmen begrenzt. Ich werbe nachdrücklich dafür, die Entwicklung hin zu einer stärkeren Entgeltdifferenzierung auch in der aktuellen Tarifrunde weiter voranzubringen, erklärte Hundt. Die unangemessene und undifferenzierte Forderungsempfehlung der IG Metall steht diesem Ansatz der Tarifvernunft diametral entgegen.

PRESSE - INFORMATION Nr. 14 / 2007, 06.02.2007
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