09.03.2011

Thomas Sattelberger: Kein Zurück zu alten Titeln!

Anlässlich der Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz und der Diskussion über die weitere Entwicklung des Bologna-Prozesses erklärt Thomas Sattelberger, Vorsitzender des Arbeitskreises Hochschule/Wirtschaft von BDA, BDI und Hochschulrektorenkonferenz sowie Personalvorstand der Deutschen Telekom AG:
Ich appelliere an die Kultusminister, ihr Bekenntnis zu Bologna zu bekräftigen, indem sie jede Kehrtwende zum Diplom als falschen Weg zurückweisen – wo auch immer sie eintritt oder gefordert wird.

Wirtschaft und Studierende sind sich einig: Es darf keine Rückkehr zu alten Diplom-Titeln geben. Der Wissenschaftsstandort Deutschland profitiert von der internationalen Vergleichbarkeit genauso wie von der bundesweiten Einheitlichkeit der Abschlüsse. Für eine Änderung der Abschlussbezeichnungen besteht kein Anlass: Bachelor und Master sind längst auf dem Arbeitsmarkt angekommen und etablieren sich als neue Qualitätsmarken der Hochschulen.

Forderungen nach einer Wiedereinführung des Diploms erteilt die deutsche Wirtschaft eine klare Absage. Dies führt unweigerlich zu einem Flickenteppich der Qualifikationen, zu Intransparenz und Irreführung von Unternehmen wie Studierenden. Die teilweise in der Tat gravierenden Fehler bei der Umsetzung der Bologna-Reform werden damit nicht behoben. Wir brauchen einen Wettbewerb der Studienqualität, nicht der Abschlussbezeichnungen. Mecklenburg-Vorpommern sollte aus der selbstgewählten Isolation herausgeholt werden und keine rückwärtsgewandten Nachahmer finden.

PRESSE - INFORMATION Nr. 011/2011, 09. März 2011

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