31.01.2008

BDA zu den Arbeitsmarktzahlen: Weltwirtschaftliche Probleme und Konjunkturrisiken erfordern konsequenten Reformkurs in Deutschland

Die heutigen Zahlen vom Arbeitsmarkt belegen: Immer mehr Menschen schaffen den Sprung aus der Arbeitslosigkeit. Saisonbereinigt sank die Arbeitslosigkeit zuletzt weiter deutlich. Genau bei den Arbeitslosen kommt der Aufschwung an. Und das hilft auch denen, die Arbeit haben, denn es vermindert die Soziallasten. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung – noch vor kurzem bei 6,5 Prozent – ist fast halbiert. Da bleibt netto mehr in der Tasche. Davon profitieren Arbeitnehmer, die Wirtschaft und Deutschland insgesamt.

Angesichts unverkennbarer Anzeichen einer sich abkühlenden Weltwirtschaft und nachlassender konjunktureller Dynamik auch in Deutschland muss 2008 vorrangiges Ziel sein, durch konsequente Reformen die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass noch mehr Arbeitslose in eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt gebracht werden können, erklärte die BDA heute in Berlin.

Die anhaltende politische Diskussion um immer neue vermeintliche soziale Wohltaten führt in die Irre. Den Preis müssten wieder hunderttausende Menschen oder mehr mit Arbeitslosigkeit zahlen. Das wäre das Gegenteil einer sozialen und gerechten Politik. Es muss Schluss damit gemacht werden, wirksame Reformen zurückzudrehen und mit nutzlosen staatlichen Beschäftigungsprogrammen sowie gefährlichen Beschäftigungsbremsen wie staatlich reglementierten überhöhten Mindestlöhnen Arbeit in Deutschland zu gefährden. Die Bundesregierung muss schnellstmöglich zum Reformkurs zurückkehren. Gerade die ersten Strukturreformen am Arbeitsmarkt haben entscheidend zum Abbau der Arbeitslosigkeit beigetragen. Die Zeitarbeit war der wirksamste Beschäftigungsmotor und hat sogar vielen Langzeitarbeitslosen wieder Arbeit gebracht. Dieser darf keinesfalls abgewürgt werden.


PRESSE - INFORMATION Nr. 008 / 2008, 31. Januar 2008
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