Weiterführung des Sonderprogramms MobiPro-EU: Veröffentlichung der neuen Fördergrundsätze

Das Bundesarbeitsministerium hat im Juli letzten Jahres neue Fördergrundsätze für das seit Januar 2013 laufende Programm „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU)“ vorgelegt. Diese beinhalten zwei grundlegende Neuerungen: das Programm wird von einer Individual- auf eine Projektförderung umgestellt. Zum anderen steht es nur noch ausbildungsinteressierten Jugendlichen und nicht mehr Fachkräften aus dem EU-Ausland offen. Im Ausbildungsjahr 2015 sollen max. 4.000 Auszubildende im Rahmen des Programms gefördert werden.
Umstellung von der Individual- auf eine Projektförderung
Die größte Veränderung stellt die Umstellung von der Individual- auf eine Projektförderung dar. Förderleistungen müssen von einem Projektträger beantragt werden, er organisiert alle förderfähigen Maßnahmen für die Jugendlichen und begleitet und unterstützt diese während ihrer Ausbildung. Projektträger bewerben sich beim Bundesarbeitsministerium um die Programmteilnahme bewerben und werden im Rahmen eines strukturierten Verfahrens ausgewählt. Eine wesentliche Neuerung stellt die Eigenmittelbeteiligung des Trägers in Höhe von mindestens 10% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben dar.

Projektinhalte und Zusammenarbeit mit Trägern
Die Förderleistungen des Programms (Sprachkurs, Reisekosten, Praktikum, etc.) bleiben grundsätzlich bestehen, sind jedoch nicht wie bisher an eine feste Förderkette gebunden. Die Rekrutierung in den Partnerländern soll ausschließlich über die Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) erfolgen. Die Förderrichtlinie lässt jedoch auch weiterhin die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Trägern zu, die selbst im Ausland rekrutieren, diese müssen sich aber mit der ZAV diesbezüglich abstimmen.

Die BDA hatte sich für eine möglichst praxisgerechte Neuaufstellung und ein administrativ besser umsetzbares, transparentes Verfahren eingesetzt. Mit der Einführung einer Projektförderung sind neue Rahmenbedingungen geschaffen worden, die es grundsätzlich ermöglichen, dass die Organisation der Ausbildung über die gesamte Laufzeit aus einer Hand erfolgt und frühzeitig finanzielle Klarheit für die beteiligten Akteure besteht. Die BDA wird sich weiterhin für eine praxisnahe Umsetzung des Programms sowie für Planungssicherheit für die Auszubildenden, Projektträger und Betriebe einsetzen.


Nähere Informationen zur Gestaltung des Programms ab 2015, einschließlich der Fördergrundsätze können auch auf der Webseite www.thejobofmylife.de abgerufen werden.