08.05.2019

Fachkräfteeinwanderungsgesetz noch vor der Sommerpause verabschieden

Arbeitgeberpräsident Kramer anlässlich der ersten Beratung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes:
Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist eines der Schlüsselvorhaben für Wirtschaft, Wachstum und Beschäftigung, das nun endlich zum Erfolg geführt werden muss und nicht weiter verwässert werden darf.
 
Die Unternehmen werden sich weiterhin bemühen, alle inländischen Arbeitskräftepotenziale zu mobilisieren. Es besteht zudem Konsens, dass wir gezielte Fachkräftezuwanderung brauchen. Der jetzt vorliegende Gesetzentwurf bietet tragfähige und ausgewogene Lösungen, um die gesteuerte Zuwanderung von ausländischen Fachkräften zu erleichtern und gleichzeitig Missbrauch auszuschließen.
 
Neben der Fachkräftezuwanderung benötigen wir zudem eine effektivere Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, den massiven Ausbau von Ganztagsbetreuung für Kinder, damit vor allem mehr Frauen, die dies wollen, auch arbeiten können und die konsequente Umsetzung der Rente mit 67 statt schädlicher Frühverrentungsanreize.
 
Für eine erfolgreiche Umsetzung der gewünschten Fachkräfteeinwanderung ist es zentral, insbesondere bei den am stärksten frequentierten Auslandsvertretungen und den im Inland beteiligten Behörden umgehend auch die personellen und IT-technischen Voraussetzungen für eine zügige Bearbeitung der Anträge zu schaffen.
 
Meine Erwartung ist, dass das Fachkräfteeinwanderungsgesetz noch vor der Sommerpause verabschiedet wird. Alles andere und eine weitere Verzögerung wäre für den Wirtschaftsstandort Deutschland eine fatale Botschaft.