28.04.2016

Arbeitgeberpräsident Kramer: Günstige Arbeitsmarktentwicklung nicht durch falsche Weichenstellungen in Rentenpolitik gefährden

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt Arbeitgeberpräsident Kramer:
Die günstige Arbeitsmarktentwicklung darf nicht durch falsche Weichenstellungen in der Rentenpolitik gefährdet werden. Die zunehmenden demografischen Veränderungen erfordern, auf Reformkurs zu bleiben.

Der Rentenbeitrag darf nicht noch stärker steigen, als ohnehin zu erwarten. Schon heute wird Arbeit in Deutschland höher mit Steuern und Abgaben belastet als in fast allen anderen Ländern.

Der beste Schutz vor Altersarmut sind nach wie vor ein hohes Beschäftigungsniveau und durchgehende Erwerbsbiografien. Wer stattdessen die richtigen Reformen in der Alterssicherung in Frage stellt, handelt verantwortungslos und bürdet den Jungen noch größere demografische Lasten auf, als sie ohnehin schon tragen.

Um Altersarmut zu vermeiden, müssen insbesondere Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose beim Einstieg in Beschäftigung unterstützt und der berufliche Aufstieg erleichtert werden. Das funktioniert am besten mit einer zielgerichteten, gegebenenfalls auch berufsbegleitenden Aus- und Weiterbildung, die sowohl die Fähigkeiten jedes Einzelnen als auch den Bedarf am Arbeitsmarkt berücksichtigt.

Darüber hinaus ist gezielte Zuwanderung erforderlich, um zukünftig alle offenen Arbeitsplätze besetzen zu können und die geburtenschwachen Jahrgänge zu kompensieren. Die Waage zwischen Erwerbstätigen und Rentnern muss im Lot bleiben.

PRESSE - INFORMATION Nr. 022/2016, 28. April 2016

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