17.04.2018

Lehnen bürokratische Regelungen und dirigistische Eingriffe des Gesetzgebers in die betriebliche Arbeitszeitgestaltung strikt ab

Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung auf ein gesetzliches Recht auf Vollzeit erklärt die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände:
    • Die deutschen Arbeitgeber lehnen bürokratische Regelungen und dirigistische Eingriffe des Gesetzgebers in die betriebliche Arbeitszeitgestaltung strikt ab. Arbeitsgerichte können und dürfen nicht zukünftig über das Arbeitszeitvolumen in den Betrieben entscheiden. Das passt nicht zur sozialen Ordnung des 21. Jahrhunderts und beschädigt partnerschaftliche Lösungen in der betrieblichen Praxis.
    • Insbesondere die vorgesehene Neuregelung von Ansprüchen der Arbeitnehmer auf Verlängerung und dem Umfang ihrer Arbeitszeit ist ein schwerwiegender Eingriff in die betriebliche Gestaltung der Arbeitsabläufe und die unternehmerische Freiheit. Dieser Vorschlag ist für die deutsche Wirtschaft nicht akzeptabel und verletzt die Planungssicherheit der Betriebe massiv.
    • Es ist ein klarer Fall von falscher Prioritätensetzung: Wenn jemand ungewollt Teilzeit arbeitet, liegt das fast immer an fehlenden Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Höchste Priorität für die Politik sollte also der schnellstmögliche Ausbau der Ganztagskinderbetreuung sein, damit mehr Eltern die Möglichkeit erhalten, vollzeitnah zu arbeiten.