Zusammenhalt in Vielfalt – Initiative kulturelle Integration

Die Initiative kulturelle Integration wurde im Jahr 2016 ins Leben gerufen durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, das Bundesinnenministerium, das Bundesarbeitsministerium und den Deutschen Kulturrat. Gemeinsam mit 27 weiteren Mitgliedern wirkte die BDA an der Erstellung der 15 Thesen mit dem Titel „Zusammenhalt in Vielfalt“ mit.

Die Thesen machen deutlich, dass gesellschaftliche Vielfalt gemeinsame Werte, gegenseitigen Respekt und verlässliche Regeln des Zusammenlebens erfordert. Sie richten sich an alle Menschen in Deutschland – nicht nur an geflüchtete und zugewanderte Menschen. Ziel ist insbesondere, dass sich alle Menschen für unsere Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben verantwortlich fühlen.

Ausdrücklich wird in den Thesen auf die besondere Integrationskraft der Arbeit sowie auf die Bedeutung der Sozialen Marktwirtschaft und der Sozialpartner für die Arbeitskultur in Deutschland verwiesen (These 14 „Erwerbsarbeit ist wichtig für Teilhabe, Identifikation und sozialen Zusammenhalt“). Die deutsche Wirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag, damit alle Menschen in Deutschland ihre Talente einbringen und sich in unserer Gesellschaft dazugehörig fühlen können.

Angst vor Fremdem ist oft dort am stärksten ausgeprägt und wird politisch-populistisch angeheizt und missbraucht, wo es keine oder nur wenige Fremde gibt. Deshalb kommt der These 15 „Kulturelle Vielfalt ist eine Stärke“ mit dem Appell, Angst in Neugier umzuwandeln, besondere Bedeutung zu. Konkrete Begegnungen von Menschen lassen Vorurteile, die nur im Kopf entstanden sind und nicht auf persönlicher Erfahrung fußen, oft zugunsten der Neugier auf die Lebensgeschichte des anderen schwinden.
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