Ethnische Herkunft

Interkulturelle Vielfalt in Unternehmen gestalten

Menschen mit unterschiedlichsten ethnischen und kulturellen Hintergründen stellen eine wichtige wirtschaftliche Ressource dar. Nicht zuletzt für kleine und mittelständische Unternehmen ist es im ureigenen wirtschaftlichen Interesse, die Attraktivität ihres Unternehmens auch für ausländische Fachkräfte zu steigern. Erfolgreich integrierte Migrantinnen und Migranten sind dabei wichtige Multiplikatoren und helfen weitere potenzielle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (z. B. auch Menschen mit ähnlichem kulturellem Hintergrund, die schon in Deutschland leben) zu gewinnen.

Ausländische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereichern Unternehmen durch:
  • Sprachkenntnisse – mitunter solche, die von Deutschen kaum gelernt werden, aber in der globalisierten Welt wichtig sind, z. B. Arabisch, Chinesisch und osteuropäische Sprachen. Kulturkompetenz – durch ihre eigenen Erfahrungen besitzen sie interkulturelle Kompetenz und Sensibilität m Umgang mit anderen
  • „Frischen Wind“ im Geschäft (neue Märkte, neue Produkte, neue Perspektiven)
  • Mobilität, Belastbarkeit, Mut und Risikobereitschaft

Wesentliche Voraussetzung: Eine echte (interne und externe)Willkommenskultur, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland weiter zu steigern und hoch qualifizierte Menschen aus aller Welt anzuziehen.

Eine gelebte Willkommenskultur in Unternehmen kann dazu beitragen:
  • die Eingliederung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Arbeitsprozess zu erleichtern
  • neue Märkte und Kundengruppen im In- und Ausland zu erschließen
  • Vorteile beim Wettbewerb um qualifizierte Beschäftigte zu erlangen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig ans Unternehmen zu binden
  • Betriebsklima und Arbeitsweise der Beschäftigten positiv zu beeinflussen
  • Image und öffentliches Ansehen des Unternehmens zu erhöhen
Praxisbeispiele
Gegenbauer Facility Management SE & Co. KG – Vielfalt und Unternehmenskultur
Bei Gegenbauer ist Vielfalt seit Jahren ein Eckpfeiler der Unternehmenskultur. „Akzeptanz von Unterschiedlichkeit, Raum für Individualität sowie Chancen für alle Beschäftigten werden bei uns großgeschrieben. Als Unterzeichner der ‚Charta der Vielfalt‘ sind wir davon überzeugt, dass auch kulturelle Diversität bereichert und unsere Wettbewerbsposition stärkt. Deshalb fördern wir mit einem strukturierten Ansatz eine wertschätzende, präferenzorientierte Führungskultur, indem wir insbesondere unseren Fach- und Führungskräften den Stellenwert von Unterschiedlichkeit sowie den produktiven Umgang damit vermitteln.“

Weitere Informationen unter www.gegenbauer.de und in der BDA-Broschüre Willkommenskultur - Ein Leitfaden für Unternehmen im Umgang mit ausländischen Fachkräften
Deutsche Telekom AG – Gelebte Willkommenskultur
Für die Deutsche Telekom AG ist kulturelle Vielfalt ein unverzichtbarer Aspekt in der Zusammensetzung der Belegschaft, der stetig an Bedeutung zunimmt. Zum einen setzt die globale Ausrichtung des Konzerns eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen in- und ausländischen Unternehmensbereichen voraus. Zum anderen profitiert jeder Bereich – vom Kundenservice über die Produktentwicklung bis hin zu internen Serviceeinheiten – von den vielfältigen Ideen und Perspektiven, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Kulturen und Nationen mitbringen.

Weitere Informationen unter www.telekom.com und in der BDA Broschüre Willkommenskultur - Ein Leitfaden für Unternehmen im Umgang mit ausländischen Fachkräften
Deutsche Telekom AG – Business Culture Guides
Im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen soll die die gesamte Belegschaft interkulturell sensibilisiert werden. Beispielsweise können sich die Beschäftigten in sog. Business Culture Guides über kulturspezifische Arbeits- und Verhaltensweisen in verschiedenen Ländern informieren – ganz individuell je nach persönlichen Berührungspunkten.

Weitere Informationen unter www.telekom.com oder unter Charta der Vielfalt oder in der BDA-Broschüre Willkommenskultur - Ein Leitfaden für Unternehmen im Umgang mit ausländischen Fachkräften
BASF SE – Mentoring-Programm und BASF Budddys
Für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es bei BASF ein Willkommensprogramm für einen erfolgreichen Start. Vom ersten Tag an bekommen sie die Unterstützung, die sie brauchen, um schnell bei BASF anzukommen. Sie erhalten verschiedene Gelegenheiten, das Unternehmen kennenzulernen, ihre Stärken, ihre Ideen und ihr Wissen voll zu entfalten und ein Netzwerk zu Kolleginnen und Kollegen zu knüpfen. Von Anfang an steht allen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein BASF Buddy zur Seite, eine Kollegin oder ein Kollege, die bzw. der in den ersten Wochen Unterstützung anbietet. Darüber hinaus haben wir konkrete Angebote für ihre weitere berufliche Entwicklung, die neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter individuell mit ihrer Führungskraft besprechen. Bei internationalen Hintergründen können spezielle Seminare zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz besucht werden.

Weitere Informationen unter www.basf.com und in der BDA Broschüre Willkommenskultur - Ein Leitfaden für Unternehmen im Umgang mit ausländischen Fachkräften
K-Tonic GmbH – Integrationsmatrix
Aufgrund des in Deutschland bestehenden Fachkräftemangels rekrutiert und integriert K-tronik gezielt multikulturelle Kandidaten und Kandidatinnen. Durch diese Maßnahme werden sowohl die Leistung unseres Unternehmens als auch die Weltoffenheit der K-tronik Mitarbeiter/-innen gesteigert.

Die Key Account Manager suchen gezielt international nach Fachkräften. Dabei sind sie neben dem Anwerben der Spezialisten auch für die anschließende Integration in das Arbeits- und Sozialumfeld verantwortlich. Zur Optimierung der Betreuung durch den Key Account Manager wurde eine Integrationsmatrix entwickelt. Dabei handelt es sich um ein modulares Drei-Phasen-Programm an dem sich der Key Account Manager orientieren kann, sodass den potentiellen Mitarbeitenden eine individuelle Betreuung geboten werden kann.

Weitere Informationen unter www.k-tronik.com
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