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  • Abschlagsfreie Rente mit 63 wäre kapitaler Fehler

    Nach dem Entwurf des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes sollen langjährig Versicherte, die mindestens 45 Beitragsjahre (einschließlich Zeiten der Arbeitslosigkeit) zurückgelegt haben, ab 1. Juli 2014 abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente gehen können. Das abschlagsfreie Zugangsalter soll schrittweise – parallel zur Einführung der „Rente mit 67“ – auf 65 Jahre angehoben werden. Eine solche Rente mit 63 ohne Abschläge wäre teuer, ungerecht und ginge an den Notwendigkeiten des Arbeitsmarktes vorbei.

  • Arbeit statt Armut

    In der Diskussion um Armut in Deutschland werden immer wieder Forderungen nach gesetzlichen Mindestlöhnen und zusätzlichen Sozialleistungen laut. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass dies der falsche Weg zur Armutsbekämpfung wäre.

  • Arbeitsbedingungen in Deutschland mit Spitzenwerten

    Mit ihrer alljährlichen Kampagne „Gute Arbeit“ versuchen die Gewerkschaften neue arbeitsrechtliche Regulierung zu erreichen, z. B. Mindestlöhne oder einen weiteren Ausbau der Mitbestimmung. Befremdlich dabei ist, dass zur Legitimation der eigenen Forderungen bewusst eine negativ verzerrende Darstellung der Arbeitsbedingungen in Deutschland gewählt wird.

  • Bachelor kommt in den Unternehmen an

    In der Diskussion um den Bologna-Prozess wird insbesondere die Arbeitsmarktakzeptanz der Bachelor-Absolventen in Frage gestellt. Darüber hinaus wird argumentiert, drei Jahre Studium seien deutlich zu kurz für den Erwerb eines akademisch hochwertigen, berufsbefähigenden Abschlusses, und der Diplom- Ingenieur dürfe als weltweit anerkannte Marke nicht aufgegeben werden. Die deutsche Wirtschaft steht eindeutig und nachhaltig hinter der Einführung von Bachelor-Studiengängen an den deutschen Hochschulen und begrüßt Bachelor-Absolventen in den Unternehmen. Dies zeigt sie u. a. im Rahmen der bereits 2004 gestarteten und seither im Zwei-Jahres-Turnus fortgeführten „Bachelor Welcome!“-Initiative – seit 2012 unter dem neuen Motto „Bologna@Germany“.

  • Deutsche Exportstärke – schlecht für Europa?

    Die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft hat im In- und Ausland, vor allem auch in der Eurozone, Kritik erfahren.

  • Flexible Beschäftigungsformen schaffen Arbeit

    Flexible Beschäftigungsformen wie Teilzeitarbeit, Zeitarbeitsverhältnisse, geringfügige oder befristete Beschäftigung haben als moderne Instrumente des Personaleinsatzes an Bedeutung gewonnen. Insbesondere die Zeitarbeit hat vielen Arbeitslosen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt geebnet. Dennoch werden flexible Beschäftigungsverhältnisse oft als „atypisch“ oder „prekär“ diffamiert.

  • Höhere Mütterrenten sind teuer und nicht generationengerecht

    Die große Koalition will mit dem RV-Leistungsverbesserungsgesetz die Renten von Müttern vor 1992 geborener Kinder erhöhen. Ab 1. Juli 2014 sollen weit in der Vergangenheit erbrachte Erziehungsleistungen mit einem weiteren Entgeltpunkt pro Kind honoriert werden. Die Finanzierung soll vor allem aus Mitteln der Rentenversicherung erfolgen. Nur ein kleiner Teil der Aufwendungen für die höheren Mütterrenten soll durch eine Anhebung des Bundeszuschusses gegenfinanziert werden. Gegen diese Pläne sprechen jedoch gleich mehrere Gründe.

  • Kombi-Einkommen verbessert Teilhabechancen

    In der Diskussion über gesetzliche Mindestlöhne und die Wirkungen der Arbeitsmarktreformen werden häufig falsche Behauptungen zur Kombi-Einkommensregelung für Arbeitslosengeld- II-Bezieher aufgestellt. Die rd. 1,2 Mio. abhängig beschäftigten „Aufstocker“, die ein Kombi-Einkommen aus Erwerbseinkommen und ergänzendem Arbeitslosengeld II beziehen, werden als Beleg für angeblich massenhaftes Lohndumping angeführt.

  • Mehr Frauen in Führungspositionen

    Die Anstrengungen der Wirtschaft, die Erwerbs- und Karrierechancen von Frauen weiter zu verbessern, zeigen zunehmend Erfolg. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, vor allem in Vorständen und Aufsichtsräten. Dennoch besteht nach wie vor Nachholbedarf. Weitere Fortschritte sind insbesondere dann möglich, wenn neben der Wirtschaft auch der Staat seinen Beitrag leistet. Gesetzliche Quotenvorgaben sind aber der falsche Weg.

  • Mythos Entgeltdiskriminierung – Skandal fällt aus

    Frauen und Männer gehen im Beruf noch immer sehr unterschiedliche Wege, was sich vor allem auch auf Einkommens- und Karrierechancen auswirkt. Deshalb erzielen Frauen in Deutschland im Durchschnitt gesamtwirtschaftlich betrachtet ein um 22 Prozent geringeres Gehalt als Männer (Statistisches Bundesamt, 2013). Aufgrund dieser Zahlen wird der Mythos genährt, Frauen würden aufgrund ihres Geschlechts geringer bezahlt. Dieser Diskriminierungsvorwurf blendet aus, dass eine Vielzahl struktureller Ursachen für die Einkommenssituation von Frauen verantwortlich ist.

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