Wirtschafts- und Unternehmensethik
Wirtschaft und Ethik bilden keinen Widerspruch
Wirtschaft und Ethik werden in der Öffentlichkeit oft als Gegensätze wahrgenommen. Unternehmen wird Ignoranz gegenüber sozialen, ökologischen und humanitären Fragen vorgeworfen. Stellenabbau trotz Gewinnen und hohe Managergehälter werden als Beleg für rücksichtsloses Profitstreben angeführt. Die Frage nach der ethischen und sozialen Verantwortung von Unternehmen wird nach den Erfahrungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise immer häufiger gestellt. Die Arbeitgeber stellen sich diesen Fragen, sind sich ihrer ethischen Verantwortung bewusst und nehmen diese aktiv wahr.
Unternehmen, die erfolgreich wirtschaften, leisten einen wichtigen und unersetzbaren Beitrag zum Gemeinwohl. Durch Gewinne kann ein Unternehmen Arbeitsplätze schaffen und sichern und in Innovationen und Ausbildung investieren. Gewinne sind deshalb nicht moralisch verwerflich, sondern Signal dafür, dass Unternehmen die richtige Strategie am Markt haben und zukunftsfähig sind. Dabei schließen sich Verantwortung für ein erfolgreiches Wirtschaften und Verantwortung für die Gesellschaft nicht aus, sondern befördern sich wechselseitig. Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens ist die Voraussetzung weiteren gesellschaftlichen Handelns. Umgekehrt ist der ökonomische Erfolg von Unternehmen unter anderem auch von der soziokulturellen Verankerung in der Gesellschaft abhängig, in der es tätig ist.
Für eine Ethik der Verantwortung
Um die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern, sind Unternehmen auch auf ethische Werte angewiesen. Führungskräfte haben dabei eine besondere Vorbildfunktion. Glaubwürdiges Wertemanagement fängt bei den Führungskräften, Unternehmern und Managern an. Nur wenn Werte in den Unternehmen auch gelebt werden, sind sie glaubwürdig und tragen. Die Soziale Marktwirtschaft ist auf eine Ethik der Verantwortung als Sperre gegen Kontrollverlust und Maßlosigkeit angewiesen. Missstände müssen klar verurteilt und das Fehlverhalten einzelner geahndet werden. Die ethischen Prinzipien guten unternehmerischen Handelns, wie sie der „ehrbare Kaufmann“ verkörpert, verlieren im Zeitalter der Globalisierung keineswegs an Bedeutung.
Innerhalb der meisten Unternehmen spielt werteorientiertes Handeln längst eine wichtige Rolle. Zahlreiche Unternehmen haben sich freiwillig Leitlinien gegeben, die eine ethische Unternehmenskultur fördern und zu verantwortlichem und nachhaltigem Handeln ermutigen. Der Einbau von Wertansprüchen und Werthaltungen eines Unternehmens in seine Governance-Strukturen ist eine wichtige Aufgabe des Managements in Unternehmen. Diese Strukturen sind der Kontext, in dem sich individuelle Tugenden bewähren und realisieren müssen. Sie setzen Anreize für ethisches Handeln. Mit der Orientierung an international anerkannten Leitlinien stecken international operierende Unternehmen darüber hinaus den Rahmen für verantwortungsvolles Handeln im Ausland ab.
Auch die Sozialpartner können mit Branchenkodizes Orientierungshilfen für Unternehmen geben und bürgerschaftliche Mitverantwortung übernehmen. Im Rahmen des sog. „Wittenberg-Prozess der Chemie-Sozialpartner“ haben Arbeitgeber und Gewerkschaft einen Ethik-Kodex festgeschrieben, dessen Ziel ein werteorientiertes, faires Verhalten untereinander ist. Der Gesamtverband textil+mode hat einen Code of Conduct für die Textil- und Modeindustrie beschlossen und empfiehlt den Unternehmen der Branche, diesen Kodex für sich zu nutzen.
Zu einer dauerhaften Wertebildung trägt auch das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen bei. Schon heute engagiert sich eine überwältigende Mehrheit der Unternehmen in Deutschland in vielfältiger Weise gesellschaftlich. Gesellschaftliches Engagement ist für Unternehmen eine Chance, sich aktiv in das Gemeinwesen einzubringen und dabei Nutzen für Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen. Dieses freiwillige Engagement, das von der Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Wirtschaft ausgeht, muss gewürdigt werden.
Für eine Kultur der Nachhaltigkeit
Mit Blick auf die immensen Herausforderungen unserer Zeit kann das Leitbild der Nachhaltigkeit als wertvoller Kompass dienen. Nachhaltigkeit bedeutet auf Seiten der Politik, dass der Staat entsprechend seiner Verantwortung konsequent und verlässlich langfristigen Zielen folgt und nicht auf Kosten künftiger Generationen handelt. Auf Seiten der Wirtschaft gilt es, eine Kultur anzustreben, die nicht auf kurzfristige Erfolge und größtmögliche Gewinnmaximierung setzt, sondern langfristige Werte im Blick behält.
Für eine Ethik der Verantwortung
Innerhalb der meisten Unternehmen spielt werteorientiertes Handeln längst eine wichtige Rolle. Zahlreiche Unternehmen haben sich freiwillig Leitlinien gegeben, die eine ethische Unternehmenskultur fördern und zu verantwortlichem und nachhaltigem Handeln ermutigen. Der Einbau von Wertansprüchen und Werthaltungen eines Unternehmens in seine Governance-Strukturen ist eine wichtige Aufgabe des Managements in Unternehmen. Diese Strukturen sind der Kontext, in dem sich individuelle Tugenden bewähren und realisieren müssen. Sie setzen Anreize für ethisches Handeln. Mit der Orientierung an international anerkannten Leitlinien stecken international operierende Unternehmen darüber hinaus den Rahmen für verantwortungsvolles Handeln im Ausland ab.
Auch die Sozialpartner können mit Branchenkodizes Orientierungshilfen für Unternehmen geben und bürgerschaftliche Mitverantwortung übernehmen. Im Rahmen des sog. „Wittenberg-Prozess der Chemie-Sozialpartner“ haben Arbeitgeber und Gewerkschaft einen Ethik-Kodex festgeschrieben, dessen Ziel ein werteorientiertes, faires Verhalten untereinander ist. Der Gesamtverband textil+mode hat einen Code of Conduct für die Textil- und Modeindustrie beschlossen und empfiehlt den Unternehmen der Branche, diesen Kodex für sich zu nutzen.
Zu einer dauerhaften Wertebildung trägt auch das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen bei. Schon heute engagiert sich eine überwältigende Mehrheit der Unternehmen in Deutschland in vielfältiger Weise gesellschaftlich. Gesellschaftliches Engagement ist für Unternehmen eine Chance, sich aktiv in das Gemeinwesen einzubringen und dabei Nutzen für Gesellschaft und Wirtschaft zu schaffen. Dieses freiwillige Engagement, das von der Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Wirtschaft ausgeht, muss gewürdigt werden.
Für eine Kultur der Nachhaltigkeit
Mit Blick auf die immensen Herausforderungen unserer Zeit kann das Leitbild der Nachhaltigkeit als wertvoller Kompass dienen. Nachhaltigkeit bedeutet auf Seiten der Politik, dass der Staat entsprechend seiner Verantwortung konsequent und verlässlich langfristigen Zielen folgt und nicht auf Kosten künftiger Generationen handelt. Auf Seiten der Wirtschaft gilt es, eine Kultur anzustreben, die nicht auf kurzfristige Erfolge und größtmögliche Gewinnmaximierung setzt, sondern langfristige Werte im Blick behält.















