Wachstum
Deutschlands Wachstumskräfte stärken
Wirtschaftswachstum ist die Grundlage unseres Wohlstands. Damit der Wohlstand erhalten bleibt, darf das Wachstum nicht abflachen. Mehr Wertschöpfungsaktivitäten müssen am Standort Deutschland ermöglicht werden. Eine zentrale Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist daher die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen.
Wirtschaftswachstum, gemessen als Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP), ist die Zunahme der Menge produzierter Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft. Das Wachstum der Volkswirtschaft ist dabei kein Selbstzweck, sondern Ausdruck erfolgreicher Wirtschaftspolitik. Erst ein Standort mit prosperierenden Unternehmen bietet dauerhaft die Voraussetzungen für Arbeit, Erwerbseinkommen und damit für die materielle Lebensgrundlage der meisten Menschen. Sie langfristig zu gewährleisten und nach Möglichkeit zu verbessern setzt Wirtschaftswachstum voraus.
Ein wichtiges Maß für die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, kurz Wohlstand, ist das Wachstum pro Kopf der Bevölkerung. Als eines der Hauptziele der Wirtschaftspolitik kann dieses Wachstum soziale Konflikte innerhalb einer Gesellschaft lösen helfen und den Strukturwandel vorantreiben. Schließlich werden auch Mittel für Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes und der Entwicklungshilfe generiert.
Die aktuell erfreulichen Wachstumszahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland innerhalb Europas lange Zeit Wachstumsschlusslicht war. Erstmals nach drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation wurde im Jahr 2004 wieder ein moderates Wachstum erreicht. Seither stiegen die Wachstumsraten und erreichten im Jahr 2010 mit 3,7 Prozent ihren Höhepunkt. In Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise brach das Bruttoinlandsprodukt 2009 um 5,1 Prozent ein. Nach 3 Prozent im letzten Jahr dürfte in diesem Jahr die Schwelle von einem Prozent erreicht werden. Im Vergleich mit anderen führenden Industrieländern ist Deutschlands Wachstumspfad immer noch unbefriedigend. Das Trendwachstum, das die Wachstumsrate bezeichnet, die durchschnittlich erreichbar ist, liegt unter einem Prozent. Von 1995 bis heute hat Deutschland die zweitniedrigste Wachstumsrate aller OECD-Länder zu verzeichnen.
Anreize für Investitionen verbessern
Grundsätzlich kann Wirtschaftswachstum auf zwei Wegen zustande kommen: Zum einen durch eine höhere Auslastung vorhandener Produktionskapazitäten, zum anderen durch Schaffung neuer Produktionskapazitäten. Neben Investitionen in Maschinen und Anlagen, entscheiden Bildungsinvestitionen und der technische Fortschritt über die Höhe des Wirtschaftswachstums.
Einer Kapazitätsauslastung der deutschen Industrie von derzeit rd. 85 Prozent, zwei Prozentpunkte über dem langfristigen Durchschnitt, stehen zu geringe Investitionen in neue Produktionsanlagen gegenüber. Mit einer Nettoinvestitionsquote von gerade einmal 3 Prozent im Jahr 2011 liegt Deutschland im OECD-Vergleich weit hinten. Die Politik muss durch Senkung der Unternehmenssteuern, der lohnbezogenen Sozialbeiträge und eine unternehmensfreundliche Erbschaftssteuerreform Anreize zu mehr Investitionen geben.
Schließlich gilt: Als Land ohne natürliche Ressourcen ist Deutschland auf das Wissen und die Fähigkeiten seiner Menschen angewiesen. Bildungspolitik ist daher auch ganz klar Wachstumspolitik. Nur mit motivierten und je nach ihren Fähigkeiten bestausgebildeten Arbeitskräften lassen sich neue Ideen entwickeln und hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, die Deutschland im globalen Wettbewerb Marktchancen sichern. Die Politik muss der Bildung daher hohe Priorität einräumen.
Ein wichtiges Maß für die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, kurz Wohlstand, ist das Wachstum pro Kopf der Bevölkerung. Als eines der Hauptziele der Wirtschaftspolitik kann dieses Wachstum soziale Konflikte innerhalb einer Gesellschaft lösen helfen und den Strukturwandel vorantreiben. Schließlich werden auch Mittel für Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes und der Entwicklungshilfe generiert.
Die aktuell erfreulichen Wachstumszahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland innerhalb Europas lange Zeit Wachstumsschlusslicht war. Erstmals nach drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation wurde im Jahr 2004 wieder ein moderates Wachstum erreicht. Seither stiegen die Wachstumsraten und erreichten im Jahr 2010 mit 3,7 Prozent ihren Höhepunkt. In Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise brach das Bruttoinlandsprodukt 2009 um 5,1 Prozent ein. Nach 3 Prozent im letzten Jahr dürfte in diesem Jahr die Schwelle von einem Prozent erreicht werden. Im Vergleich mit anderen führenden Industrieländern ist Deutschlands Wachstumspfad immer noch unbefriedigend. Das Trendwachstum, das die Wachstumsrate bezeichnet, die durchschnittlich erreichbar ist, liegt unter einem Prozent. Von 1995 bis heute hat Deutschland die zweitniedrigste Wachstumsrate aller OECD-Länder zu verzeichnen.
Anreize für Investitionen verbessern
Grundsätzlich kann Wirtschaftswachstum auf zwei Wegen zustande kommen: Zum einen durch eine höhere Auslastung vorhandener Produktionskapazitäten, zum anderen durch Schaffung neuer Produktionskapazitäten. Neben Investitionen in Maschinen und Anlagen, entscheiden Bildungsinvestitionen und der technische Fortschritt über die Höhe des Wirtschaftswachstums.
Einer Kapazitätsauslastung der deutschen Industrie von derzeit rd. 85 Prozent, zwei Prozentpunkte über dem langfristigen Durchschnitt, stehen zu geringe Investitionen in neue Produktionsanlagen gegenüber. Mit einer Nettoinvestitionsquote von gerade einmal 3 Prozent im Jahr 2011 liegt Deutschland im OECD-Vergleich weit hinten. Die Politik muss durch Senkung der Unternehmenssteuern, der lohnbezogenen Sozialbeiträge und eine unternehmensfreundliche Erbschaftssteuerreform Anreize zu mehr Investitionen geben.
Schließlich gilt: Als Land ohne natürliche Ressourcen ist Deutschland auf das Wissen und die Fähigkeiten seiner Menschen angewiesen. Bildungspolitik ist daher auch ganz klar Wachstumspolitik. Nur mit motivierten und je nach ihren Fähigkeiten bestausgebildeten Arbeitskräften lassen sich neue Ideen entwickeln und hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten, die Deutschland im globalen Wettbewerb Marktchancen sichern. Die Politik muss der Bildung daher hohe Priorität einräumen.
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