26.10.2011

Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft lehnen bürokratische Berichtspflichten über gesellschaftliches Engagement ab

Anlässlich der aktuellen Mitteilung der EU-Kommission „A renewed EU strategy 2011-2014 for Corporate Social Responsibility“ erklären BDA, BDI, DIHK und ZDH:
Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft fordern die EU-Kommission auf, den breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens zur Freiwilligkeit von Corporate Social Responsibility auch weiterhin zu respektieren und den bewährten Kurs der vergangenen zehn Jahre engagiert und konstruktiv fortzusetzen.

Das vielfältige gesellschaftliche Engagement der Unternehmen darf nicht durch eine Verpflichtung zur Berichterstattung konterkariert werden. Schon heute wenden viele Unternehmen die bestehenden Leitfäden zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung an. Der Grundsatz der Freiwilligkeit von Corporate Social Responsibility ist das Ergebnis langer Beratungen und Diskussionen in der EU und auch in Deutschland. Mit der jetzt veröffentlichten Mitteilung der EU-Kommission wird dieses Prinzip in Frage gestellt.

Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben von Beginn an das Vorhaben der EU-Kommission abgelehnt, Unternehmen eine Berichterstattungspflicht über ihr gesellschaftliches Engagement aufzubürden. Die Kommission würde damit massiv in die Gestaltungsfreiheit von Unternehmen eingreifen. Eine solche erhebliche bürokratische Last würde in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.


PRESSE - INFORMATION Nr. 053/2011, 26. Oktober 2011

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