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PRESSE-INFORMATION Nr. 008/2011

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Aktionen der Gewerkschaften gegen Zeitarbeit unverständlich

Zum heutigen Aktionstag der Gewerkschaften erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:
Die Aktionen der Gewerkschaften gegen die Zeitarbeit in Deutschland sind völlig unverständlich. Erst vor wenigen Monaten haben die DGB-Gewerkschaften langfristige Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden der Zeitarbeit abgeschlossen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Gewerkschaften jetzt gegen die von ihnen selbst vereinbarten Arbeitsbedingungen protestieren. Zudem hat die Politik erst vor wenigen Tagen beschlossen, den mit den DGB-Gewerkschaften vereinbarten Mindestlohn in der Zeitarbeit gesetzlich abzusichern.

Zeitarbeit ist ein äußerst wichtiges und erfolgreiches Instrument, um Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten den Einstieg in Arbeit zu erleichtern. Wer den Jobmotor Zeitarbeit abwürgt, benachteiligt die Schwächsten am Arbeitsmarkt!

Die Zeitarbeit geht nachweislich nicht zulasten der Stammbelegschaften. Zwei Drittel der neu eingestellten Zeitarbeitnehmer waren zuvor ohne Beschäftigung. Im letzten Aufschwung sind zum Beispiel in der Metall- und Elektroindustrie fast viermal so viele neue Stammarbeitsplätze wie Zeitarbeitsjobs geschaffen worden.

Eine pauschale gesetzliche Regelung zu Equal-Pay würde die Zeitarbeit in Deutschland massiv gefährden. Sie legt die Axt an die tarifpolitische Eigenständigkeit der gesamten Branche, zahlreiche Tarifverträge würden ausgehebelt. Die Sozialpartner werden selbst praxisgerechte Lösungen finden, um die Tarifverträge in der Zeitarbeit weiterzuentwickeln.

PRESSE - INFORMATION Nr. 008/2011, 24. Februar 2011

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