31.01.2012

BDA: Geringqualifizierte fördern, Fachkräftesicherung angehen

Zu den heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen erklärt die BDA:
Die Arbeitsmarktlage bleibt trotz des saisonbedingten Anstiegs der Arbeitslosigkeit positiv. Die Arbeitsnachfrage der Unternehmen ist so hoch wie lange nicht. Eine weitere Besserung der Arbeitsmarktlage ist aber kein Selbstläufer. Die hohe Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten einerseits und der wachsende Fachkräftemangel andererseits müssen angegangen werden.

Bedenklich ist, dass mehr als 40 Prozent aller Arbeitslosen keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Unter den arbeitslosen Beziehern von Arbeitslosengeld II ist es sogar jeder Zweite. Ihnen fällt der Weg zurück in den Arbeitsmarkt besonders schwer. Es muss alles getan werden, um die Aktivierung, Vermittlung und gezielte Förderung von Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten für eine schnelle Integration in den ersten Arbeitsmarkt voranzubringen.

Zugleich nehmen die Fachkräfteengpässe in vielen Berufen und Regionen zu. In einer arbeitsteilig verflochtenen Wirtschaft drohen negative Rückkopplungen auf andere Berufe und Branchen. Der Fachkräftemangel entwickelt sich immer mehr zu einer echten Wachstumsbremse. Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Fachkräftesicherung, das neben der besseren Nutzung inländischer Potenziale auch eine am Arbeitsmarkt orientierte Zuwanderung stärker in den Blick nimmt.

PRESSE - INFORMATION Nr. 006/2012, 31. Januar 2012

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