BDA International
Internationale Netzwerke stärken BDA-Arbeit
Die internationale Arbeit der BDA beinhaltet auch zahlreiche Netzwerkaktivitäten, von denen die Mitgliedsverbände profitieren. Dies ist vor allem die Kontaktpflege zu den branchenübergreifenden nationalen Wirtschaftsverbänden in der ganzen Welt, mit denen die BDA in der International Organisation of Employers (IOE) zusammengeschlossen ist.
Über dieses aktiv gepflegte Netzwerk aus weltweiten Kontakten ist es der BDA möglich, ihren Mitgliedern schnelle und effiziente Hilfestellung für die Beantwortung konkreter arbeitsrechtlicher und personalpolitischer Fragen im Ausland zu geben. Darüber hinaus nutzt die BDA die Kontakte zur und über die IOE, um Herausforderungen internationaler Personalpolitik im Interesse der Unternehmen voranzubringen.
Die IOE (International Organisation of Employers) ist die globale Stimme der Arbeitgeber. In dieser Eigenschaft wird sie immer wichtiger, denn die internationalen Branchengewerkschaftsbünde organisieren sich auf globaler Ebene immer umfassender und strategischer. Dies zeigt sich beispielsweise durch den Zusammenschluss der internationalen Branchengewerkschaften zur Global Union Federation, die es sich zum Ziel erklärt hat, die industriellen Beziehungen global auszubauen. Hierbei geht es den Gewerkschaften vor allem darum, ihre Position als globale Akteure zu stärken und eine stärkere Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen auf Weltebene zu erreichen. Mit den sog. „International Framework Agreements“ als Rahmenvereinbarungen die zwischen einzelnen Unternehmen und den internationalen Branchengewerkschaften abgeschlossen werden, verschaffen sich die Gewerkschaften Zugang zu den Belegschaften der Unternehmen und versuchen dort ihren Organisationsgrad zu erhöhen.
Parallel zu den International Framework Agreements greifen die globalen Gewerkschaftsorganisationen auf neue Techniken, wie die des Global Campaignings zurück. Diese Entwicklung ist vor allem auch auf den wachsenden Einfluss US-amerikanischer Gewerkschaften zurückzuführen, die in den letzten Jahren ihre Abstinenz im internationalen Bereich aufgegeben haben und aktiv an der Strategieentwicklung des Internationalen Gewerkschaftsbundes und der internationalen Branchengewerkschaften partizipieren. Dabei bringen sie auch bisher auf die USA begrenzte Techniken des Global Campaigning auf die internationale Ebene ein. Neu ist, dass damit lokale Konflikte zwischen Management und einem einzelnen nationalen Gewerkschaftsverband über die internationale Branchengewerkschaft zu einem internationalen Thema werden, das auch zu Solidaritätsaktionen im Heimatland des jeweiligen Konzerns führt.
Vor diesem Hintergrund kommt der IOE, neben ihrer Rolle als Arbeitgeberstimme in der ILO, eine strategische Bedeutung zu, um hier die Interessen der Unternehmen vertreten zu können. Zu diesem Zweck hat die IOE auf Anregung der BDA das „Global Industrial Relations Network“ (GIRN) gegründet, an dem Mitgliedsunternehmen der IOE-Verbände teilnehmen können. Sie finden hier nicht nur eine Plattform für den spezifischen Erfahrungsaustausch zu internationaler Sozialpolitik und industriellen Beziehungen, sondern können sich bei konkreten Problemen, gerade mit Framework Agreements und Global Campaigning, mit anderen globalen Unternehmen austauschen.
Engere Kontakte in mittel- und osteuropäische Länder
Projektbezogene internationale Zusammenarbeit realisiert die BDA sowohl mit zahlreichen osteuropäischen Ländern, wie auch in den Mittelmeeranrainerstaaten. Im Februar 2008 hat die BDA mit der Vereinigung der Unternehmerverbände im Mittelmeerraum (UMCE Businessmed), ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. UMCE-Businessmed repräsentiert Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände aus den Mittelmeer-Anrainerstaaten Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Malta, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien, Türkei und Zypern. Es liegt im Interesse der deutschen Wirtschaft, die Kontakte in den Mittelmeerraum auszubauen und eine stärkere Anbindung an die Union im Sinne einer nachhaltigen Nachbarschaftspolitik zu unterstützen. Die BDA will mit UMCE die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mitgestalten und damit auch einen Beitrag zur Friedenssicherung in der Region leisten. Umgekehrt ist für die Mittelmeerregion die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Partner innerhalb der Europäischen Union, vor allem in Hinblick auf die Schaffung einer möglichen Euro-Mediterranen Freihandelszone bis 2010. Eine engere Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft bringt die Mittelmeerregion diesem Ziel ein Stück näher.
Personalpolitik vor großen Herausforderungen
Einen konkreten Mehrwert für die BDA-Mitglieder bringen diese internationalen Netzwerke auch im Zusammenhang mit der wachsenden internationalen Mobilität von Fach- und Führungskräften: Die Vollendung des Europäischen Binnenmarkts und die Globalisierung haben dazu geführt, dass Unternehmen zunehmend grenzüberschreitend tätig sind. Damit nimmt auch die Mobilität von Führungskräften und Fachspezialisten zu. Trotz der immer stärkeren weltwirtschaftlichen Verflechtung sind die Arbeitsrechts-, Arbeitsmarkt- und Sozialsysteme in den Mitgliedstaaten der EU sehr heterogen und basieren auf grundlegend unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen Traditionen. Dies gilt im verstärktem Maße für die Rechtssysteme außerhalb der EU. Global ausgerichtete Unternehmen können einerseits die nationalen Unterschiede zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen ausnutzen. Andererseits führt das Management der Schnittstellen (z. B. durch Rückgriff auf nationales Expertenwissen) zu erheblichen Kosten für die Unternehmen. Die BDA begleitet diese Fragen intensiv mit den Mitgliedsunternehmen und hat anhand von konkreten Beispielen untersucht, welchen Beitrag eine Anpassung europäischer Regulierung zur Lösung der Herausforderungen, die sich in den Unternehmen stellen, leisten kann. Darüber hinaus nutzt die BDA auch die bilateralen Kontakte, um konkrete Probleme, z. B. im Sozialversicherungsrecht, vor Ort anzugehen.
Die IOE (International Organisation of Employers) ist die globale Stimme der Arbeitgeber. In dieser Eigenschaft wird sie immer wichtiger, denn die internationalen Branchengewerkschaftsbünde organisieren sich auf globaler Ebene immer umfassender und strategischer. Dies zeigt sich beispielsweise durch den Zusammenschluss der internationalen Branchengewerkschaften zur Global Union Federation, die es sich zum Ziel erklärt hat, die industriellen Beziehungen global auszubauen. Hierbei geht es den Gewerkschaften vor allem darum, ihre Position als globale Akteure zu stärken und eine stärkere Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen auf Weltebene zu erreichen. Mit den sog. „International Framework Agreements“ als Rahmenvereinbarungen die zwischen einzelnen Unternehmen und den internationalen Branchengewerkschaften abgeschlossen werden, verschaffen sich die Gewerkschaften Zugang zu den Belegschaften der Unternehmen und versuchen dort ihren Organisationsgrad zu erhöhen.
Parallel zu den International Framework Agreements greifen die globalen Gewerkschaftsorganisationen auf neue Techniken, wie die des Global Campaignings zurück. Diese Entwicklung ist vor allem auch auf den wachsenden Einfluss US-amerikanischer Gewerkschaften zurückzuführen, die in den letzten Jahren ihre Abstinenz im internationalen Bereich aufgegeben haben und aktiv an der Strategieentwicklung des Internationalen Gewerkschaftsbundes und der internationalen Branchengewerkschaften partizipieren. Dabei bringen sie auch bisher auf die USA begrenzte Techniken des Global Campaigning auf die internationale Ebene ein. Neu ist, dass damit lokale Konflikte zwischen Management und einem einzelnen nationalen Gewerkschaftsverband über die internationale Branchengewerkschaft zu einem internationalen Thema werden, das auch zu Solidaritätsaktionen im Heimatland des jeweiligen Konzerns führt.
Vor diesem Hintergrund kommt der IOE, neben ihrer Rolle als Arbeitgeberstimme in der ILO, eine strategische Bedeutung zu, um hier die Interessen der Unternehmen vertreten zu können. Zu diesem Zweck hat die IOE auf Anregung der BDA das „Global Industrial Relations Network“ (GIRN) gegründet, an dem Mitgliedsunternehmen der IOE-Verbände teilnehmen können. Sie finden hier nicht nur eine Plattform für den spezifischen Erfahrungsaustausch zu internationaler Sozialpolitik und industriellen Beziehungen, sondern können sich bei konkreten Problemen, gerade mit Framework Agreements und Global Campaigning, mit anderen globalen Unternehmen austauschen.
Engere Kontakte in mittel- und osteuropäische Länder
Projektbezogene internationale Zusammenarbeit realisiert die BDA sowohl mit zahlreichen osteuropäischen Ländern, wie auch in den Mittelmeeranrainerstaaten. Im Februar 2008 hat die BDA mit der Vereinigung der Unternehmerverbände im Mittelmeerraum (UMCE Businessmed), ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. UMCE-Businessmed repräsentiert Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände aus den Mittelmeer-Anrainerstaaten Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Malta, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien, Türkei und Zypern. Es liegt im Interesse der deutschen Wirtschaft, die Kontakte in den Mittelmeerraum auszubauen und eine stärkere Anbindung an die Union im Sinne einer nachhaltigen Nachbarschaftspolitik zu unterstützen. Die BDA will mit UMCE die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mitgestalten und damit auch einen Beitrag zur Friedenssicherung in der Region leisten. Umgekehrt ist für die Mittelmeerregion die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Partner innerhalb der Europäischen Union, vor allem in Hinblick auf die Schaffung einer möglichen Euro-Mediterranen Freihandelszone bis 2010. Eine engere Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft bringt die Mittelmeerregion diesem Ziel ein Stück näher.
Personalpolitik vor großen Herausforderungen
Einen konkreten Mehrwert für die BDA-Mitglieder bringen diese internationalen Netzwerke auch im Zusammenhang mit der wachsenden internationalen Mobilität von Fach- und Führungskräften: Die Vollendung des Europäischen Binnenmarkts und die Globalisierung haben dazu geführt, dass Unternehmen zunehmend grenzüberschreitend tätig sind. Damit nimmt auch die Mobilität von Führungskräften und Fachspezialisten zu. Trotz der immer stärkeren weltwirtschaftlichen Verflechtung sind die Arbeitsrechts-, Arbeitsmarkt- und Sozialsysteme in den Mitgliedstaaten der EU sehr heterogen und basieren auf grundlegend unterschiedlichen wirtschaftlichen und sozialen Traditionen. Dies gilt im verstärktem Maße für die Rechtssysteme außerhalb der EU. Global ausgerichtete Unternehmen können einerseits die nationalen Unterschiede zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen ausnutzen. Andererseits führt das Management der Schnittstellen (z. B. durch Rückgriff auf nationales Expertenwissen) zu erheblichen Kosten für die Unternehmen. Die BDA begleitet diese Fragen intensiv mit den Mitgliedsunternehmen und hat anhand von konkreten Beispielen untersucht, welchen Beitrag eine Anpassung europäischer Regulierung zur Lösung der Herausforderungen, die sich in den Unternehmen stellen, leisten kann. Darüber hinaus nutzt die BDA auch die bilateralen Kontakte, um konkrete Probleme, z. B. im Sozialversicherungsrecht, vor Ort anzugehen.
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