22.06.2017

DGB und BDA fordern dauerhafte Bundesbeteiligung für mehr Qualität in Kitas

Anlässlich des heute veröffentlichten „Fachkräftebarometers Frühe Bildung 2017“ fordern DGB und BDA ein dauerhaftes Engagement des Bundes gemeinsam mit den Ländern und Kommunen zur Qualitätssicherung der frühen Bildung.
Da gerade in der frühen Kindheit der Grundstein für eine erfolgreiche Bildungsbiografie gelegt wird, ist es unabdingbar, neben dem quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung auch verstärkt in die Qualität zu investieren. Voraussetzung für eine hohe Qualität in der frühkindlichen Bildung sind ausreichend und qualifizierte Fachkräfte sowie gute Rahmenbedingungen in den Kindertagesstätten.

DGB und BDA begrüßen deshalb, dass die Jugend- und Familienministerkonferenz Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen hat, welche die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften, einen besseren Betreuungsschlüssel sowie eine dauerhafte finanzielle Beteiligung des Bundes vorsehen. Diese Eckpunkte müssen nun in einem Bundesgesetz festgeschrieben werden, damit die Bildungs- und Lebenschancen der Kinder nicht von ihrem Wohnort abhängen.

Da gute Betreuungsqualität von guten Fachkräften bestimmt wird, müssen Bund, Länder und Kommunen ihre Bemühungen bei der Fachkräftegewinnung verstärken. Wie das Fachkräftebarometer zeigt, ist die Frühe Bildung in den letzten zehn Jahren mit einer Steigerung von über 60 Prozent auf derzeit rund 615.000 Beschäftigte (Kitas und Kindertagespflege) zwar deutlich im Aufwind. Dennoch ist für die kommenden Jahre das Problem des Fachkräftemangels nicht gebannt. Gründe dafür sind die erhöhte Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren sowie die angestrebten Verbesserungen bei der Fachkraft-Kind-Relation und der Freistellung von Kita-Leitungen für Planung und Organisation.

Das „Fachkräftebarometer Frühe Bildung“ ist eine umfassende Bestandsaufnahme zu Personal und Ausbildung in der Kindertagesbetreuung, die jährlich von der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) des Deutschen Jugendinstituts (DJI) veröffentlicht wird. Mehr unter www.weiterbildungsinitiative.de
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