10.02.2012

Schröder und Hundt gemeinsam für familienbewusste Arbeitszeiten

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder und BDA-Präsident Prof. Dr. Dieter Hundt unterstreichen die Notwendigkeit familienfreundlicher Arbeitszeitregelungen. Damit werde eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erzielt, gleichzeitig sicherten sich die Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte, erklärten sie auf einer Tagung in Berlin.
„Eltern brauchen Zeit für Beruf und Kinder“, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. „Eine Voraussetzung dafür ist eine familienfreundliche Arbeitszeitkultur in den Betrieben. Wir haben deshalb im intensiven Dialog mit den Unternehmen konkrete Lösungen, Handlungsansätze und Leitlinien für eine flexible und familienbewusste Arbeitszeitgestaltung erarbeitet. Wenn die Betriebe diese Ideen und Konzepte umsetzen, profitieren alle: Eltern, Kinder und Unternehmen.“

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hob die aktive Rolle der Tarif- und Sozialpartner bei der Umsetzung familienbewusster Arbeitszeiten hervor: „Die Unternehmen sind auf Fachkräfte angewiesen – und Fachkräfte brauchen familienfreundliche Arbeitszeiten. Die Vielfalt der bereits bestehenden betrieblichen Lösungen ist beeindruckend. Mit unserer Tagung wollen wir den Unternehmen beispielhafte Modelle zeigen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemeinsam mit Verbänden und Gewerkschaften weiter voranbringen.“

Bei der Tagung „Familienbewusste Arbeitszeitorganisation der Zukunft“ im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgeberverbänden und Forschungsinstituten (u. a. Hauptverband des Deutschen Einzelhandels, Bundesarbeitgeberverband Chemie, Gesamtmetall) über aktuelle und künftige Herausforderungen einer familienbewussten Arbeitszeitorganisation.

Praktiker aus Unternehmen wie der Deutschen Bank, Trumpf und der Globus SB-Warenhaus Holding stellten ihre Lösungen für innovative Arbeitszeitmodelle und Betriebsvereinbarungen vor und beantworteten Fragen zur praktischen Umsetzung. Zusätzlich wurden innovative Lösungskonzepte für eine moderne Arbeitszeitgestaltung präsentiert, die ausgewählte Unternehmen gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium bei den „Dialogkreisen Arbeitszeitkultur“ des Ministeriums im vergangenen Jahr erarbeitet hatten. Die gemeinsam vom Bundesfamilienministerium und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände organisierte Tagung ist Teil der Umsetzung der „Charta für familienbewusste Arbeitszeiten“. Mit der Charta haben sich Politik und Wirtschaft im Februar 2011 zu einem gemeinsamen Engagement für familienbewusste Arbeitszeiten verpflichtet.

Die Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“ ist Teil des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“, das das Bundesfamilienministerium in Kooperation mit Wirtschaftsverbänden (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Zentralverband des Deutschen Handwerks) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund durchführt. Ziel ist es, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen. Im gleichnamigen Unternehmensnetzwerk sind bereits rund 3.900 Arbeitgeber aus ganz Deutschland Mitglied.

Weitere Informationen zum Unternehmensprogramm, zur „Datenbank der Guten Beispiele“ mit 150 Kurzinterviews mit Arbeitgebern und Beschäftigten sowie die Broschüre „Familienbewusste Arbeitszeiten – Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Unternehmenspraxis“ finden Sie unter www.erfolgsfaktor-familie.de.

GEMEINSAME PRESSE - INFORMATION, 10. Februar 2012

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