Daten zur Geschichte der BDA und der deutschen Arbeitgeberverbände

18.11.2013
Präsident: Ingo Kramer

April 2009
Auf Betreiben der BDA und des DGB erleichtert die Bundesregierung den Bezug von Kurzarbeitergeld, um die Krisenfolgen nach dem Zusammenbruch von Lehmanns Brothers abzumildern und Arbeitsplätze zu retten. Die Sozialpartner tragen wesentlich dazu bei, die schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik zu überwinden.

14.03.2003
Bundeskanzler Gerhard Schröder verkündet in einer Regierungserklärung die Agenda 2010. Die Reformen in Sozialsystemen und die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes haben wesentlichen Anteil am Beschäftigungsaufbau

7.12.1998 bis 03.03.2003
Zahlreiche Vereinbarungen im Rahmen der Gespräche Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit, Spitzengespräche mit dem Bundeskanzler und weiteren Vertretern der Bundesregierung, der Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. Gemeinsame Erklärung von BDA und DGB anlässlich des 2. Spitzengesprächs am 6.7.1999

21.11.2000
Die BDA vergibt erstmals den jährlich im Rahmen des Deutschen Arbeitgebertages verliehenen Arbeitgeberpreis für Bildung, um besondere Leistungen in Bildungseinrichtungen auszuzeichnen

01.11.1999
Die BDA nimmt ihre Arbeit in Berlin auf

12.12.1996
Präsident: Dr. sc. techn. Dieter Hundt (bis 18. November 2013)

01.10.1996
Hauptgeschäftsführer: Dr. Reinhard Göhner

01.01.1995
Einführung der Pflegeversicherung als vierte Säule der Sozialversicherung gegen den Widerstand der Arbeitgeber, die eine kapitalgedeckte Versicherung gefordert haben

1990
Eintritt der neu gegründeten Arbeitgeberverbände aus den neuen Bundesländern in die BDA;
Gemeinsame Erklärung mit dem DGB zu einer zurückhaltenden Lohnpolitik

01.10.1989
Hauptgeschäftsführer: Dr. Fritz-Heinz Himmelreich (bis 31.12.1996)

11.12.1986
Präsident: Dr. Klaus Murmann (bis 12.12.1996)

Mai/Juni 1984
In der Metall- und in der Druckindustrie führen die längsten und härtesten Arbeitskämpfe in der Geschichte der Bundesrepublik in der Schlichtung zu einer Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen und einer Regelarbeitszeit von 38,5 Stunden pro Woche

01.03.1979
Verkündung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes über die Verfassungsbeschwerde der Arbeitgeber zur Mitbestimmung auf Unternehmensebene

März/April 1978
Warnstreiks, Schwerpunktstreiks und Abwehraussperrungen in der Metallindustrie Nordwürttemberg/Nordbaden sowie in der Druck- und Verlagsindustrie gegen Rationalisierung und Einsatz von Computern im Produktionsprozess

16.03.1978
Präsident: Otto Esser (bis 10.12.1986)

18.10.1977
Ermordung von Arbeitgeberpräsident Dr. Hanns-Martin Schleyer durch Terroristen

05.07.1977
Aufkündigung der Mitarbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Konzertierten Aktion als Reaktion auf das Einlegen der Verfassungsbeschwerde durch die Arbeitgeber gegen das Gesetz über die paritätische Mitbestimmung am 29.6.1977

01.07.1976
Inkrafttreten des Gesetzes über die paritätische Mitbestimmung der Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 2.000 Beschäftigten, das mit Verfassungsbeschwerde durch die Arbeitgeber angefochten wird

01.10.1974
Hauptgeschäftsführer: Dr. Ernst-Gerhard Erdmann (bis 30.9.1989)

06.12.1973
Präsident: Dr. Hanns-Martin Schleyer (bis 18.10.1977)

01.01.1970
Inkrafttreten des Lohnfortzahlungsgesetzes

11.12.1969
Präsident: Dr. Otto A. Friedrich (bis 5.12.1973)

01.07.1969
Inkrafttreten des Arbeitsförderungsgesetzes

14.02.1967 - 05.07.1977
Konzertierte Aktion zwischen Vertretern des Staates, der Tarifparteien und der Wissenschaft, um ihr Handeln in Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik untereinander abzustimmen

25.06.1965
Fertigstellung des Hauses der Deutschen Arbeitgeber in Köln-Bayenthal als neue Geschäftsstelle

01.12.1964
Präsident: Prof. Dr.-Ing. Siegfried Balke (bis 10.12.1969)

01.10.1963
Hauptgeschäftsführer: Dr. Wolfgang Eichler (bis 30.9.1974)

23.02.1957
Gesetze zur Neuregelung des Rechts der Rentenversicherungen der Arbeiter und der Angestellten (Dynamisierung der Renten)

17.09.1954
Unterzeichnung des Schlichtungsabkommens durch den Präsidenten der Bundesvereinigung und den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf dem Margarethenhof

21.12.1953
Präsident: Dr. Hans Constantin Paulssen (bis 30.11.1964)

03 09.1953
Verabschiedung des Arbeitsgerichts- und des Sozialgerichtsgesetzes

07.08.1953
Gesetz über die Errichtung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte

14.11.1952
Inkrafttreten des Betriebsverfassungsgesetzes

10.03.1952
Errichtung der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung in Nürnberg

03.09.1951
Verlegung der Geschäftsstelle von Wiesbaden nach Köln

14.08.1951
Inkrafttreten des Kündigungsschutzgesetzes

21.05.1951
Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten und Vorständen der Unternehmen des Bergbaus und der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie

15.11.1950
Umbenennung des Zusammenschlusses der Arbeitgeberverbände aller Wirtschaftszweige in “Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände" mit Sitz in Wiesbaden, ab 1951 in Köln

15.12.1949
Anschluss der in der französischen Besatzungszone gebildeten Arbeitgeberverbände an die “Vereinigung der Arbeitgeberverbände”

14.10.1949
Umbenennung der sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft in “Vereinigung der Arbeitgeberverbände”

13.10.1949
Zusammenschluss von 16 Gewerkschaftsbünden aus den drei Westzonen zum Deutschen Gewerkschaftsbund

01.07.1949
Neuerscheinung von “Der Arbeitgeber”

25.05.1949
Hauptgeschäftsführer: Dr. Gerhard Erdmann (bis 31.12.1963)

09.04.1949
Wiederherstellung der Tarifautonomie mit Inkrafttreten des Tarifvertragsgesetzes

28.01.1949
Konstituierende Sitzung der sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeberverbände des vereinigten Wirtschaftsgebiete mit Sitz in Wiesbaden durch Vertreter von 23 fachlichen und 8 überfachlichen Arbeitgeberverbänden, im Oktober 1949 umbenannt in "Vereinigung der Arbeitgeberverbände"

02.06.1948
Gründung eines “Zentralsekretariats der Arbeitgeber des Vereinigten Wirtschaftsgebietes” in Wiesbaden für die amerikanische und britische Besatzungszone, Vorsitzender: Dr. Walter Raymond

03.06.1946
Zulassung von Zusammenschlüssen von Gewerkschaftsverbänden durch Kontrollratsdirektive

10.10.1945
Auflösung der Deutschen Arbeitsfront durch Kontrollratsgesetz

27.02.1934
Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaus der deutschen Wirtschaft mit Zwangsmitgliedschaft der Wirtschaftsverbände, Gleichschaltung aller Wirtschaftsverbände

14.12.1933
erzwungene Selbstauflösung der Arbeitgeberverbände

10.05.1933
Bildung der Deutschen Arbeitsfront als Zwangsvereinigung von Arbeitern, Angestellten und Unternehmern

02.05.1933
Zwangsauflösung der Gewerkschaften

1932 - 1933
Präsident: Generaldirektor Dr.-Ing. e.h. Carl Köttgen

1924 - 1931
Präsident: Geheim. Kommerzienrat Dr.-Ing. e.h. Ernst von Borsig

15.11.1918 - Januar 1924
"Arbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Deutschlands" (Zentralarbeitsgemeinschaft), Bekenntnis der Spitzenverbände der Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur unbeschränkten Koalitionsfreiheit, Auflösung nach Kündigung durch die Gewerkschaften im Januar 1924

05.12.1916
Gesetz über den vaterländischen Hilfsdienst (Hilfsdienstgesetz), in dem die Wirtschaftsvereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer erstmals ausdrücklich staatlich anerkannt werden und in dem durch Errichtung obligatorischer Arbeiter- und Angestelltenausschüsse in den Betrieben erstmals der Weg zur Mitbestimmung der Arbeitnehmer und zur Erweiterung des gewerkschaftlichen Einflusses beschritten wird.

04.04.1913
Fusion der Spitzenverbände der Arbeitgeber zur "Vereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände" mit Sitz in Berlin

23.06.1904
Gründung des "Vereins Deutscher Arbeitgeberverbände" (VDA) mit Sitz in Berlin;
Herausgabe von "Deutscher Arbeitgeberzeitung”

12.04.1904
Gründung der "Hauptstelle Deutscher Arbeitgeberverbände" mit Sitz in Berlin;
Herausgabe von “Der Arbeitgeber” (1. Jahrg. 1910)

17.01. bis 11.04.1904
Gründung der Zentralstelle der Arbeitgeberverbände aus Anlass des Ausstandes der Textilarbeiter in Crimmitschau im Winter 1903/04

1896
Gründung des Verbandes von Arbeitgebern der sächsischen Textilindustrie

1890
Gründung des "Gesamtverbandes Deutscher Metallindustrieller", in den Folgejahren weitere Verbandsgründungen,
Gründung der Generalkommission der Freien Gewerkschaften Deutschlands als Dachorganisation der sozialistisch orientierten Gewerkschaften (Vorsitzender bis 1919 Carl Legien)

1878
Gründung des "Vereins der Anhaltischen Arbeitgeberverbände", erstmalige Aufnahme des Wortes “Arbeitgeber” in Verbandsbestimmungen

1876
Gründung des Centralverbandes Deutscher Industrieller

1869
Gründung des Deutschen Buchdruckervereins als erster und ältester Arbeitgeberverband. Im Jahr zuvor entstehen die meisten deutschen Gewerkschaften, und der Allgemeine Deutsche Arbeiterkongress in Berlin beschließt die Gründung des Verbandes Deutscher Arbeiterschaften. Bereits am 23. Mai 1863 gab es die konstituierende Versammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins